9. November | 2014

Literaturkonzert-Matinee zum Gedenken an den 9. November 1918, 1938 und 1989

 

Auf den 9. November fallen Ereignisse, die auf ganz unterschiedliche Weise politische Wendepunkte in der deutschen Geschichte markieren.

Mit einer Literaturkonzert-Matinee des Offenburger Ensembles wurde das Gedenken an die Novemberpogrome von 1938 in das Spannungsfeld zwischen der Novemberrevolution von 1918 und dem Fall der Mauer 1989 gesetzt.

 

Erzählende Prosa, Auszüge aus bedeutenden politischen Reden, Gedichte, Lieder und Instrumentalmusik der Zeit entwarfen ein historisches Panorama um den „deutschen Schicksalstag“ vom Beginn der ersten deutschen Demokratie am 9. November 1918 bis zum Fall der Berliner Mauer vor 25 Jahren.

Vorgetragen werden Texte von Carl Zuckmayer, Kurt Tucholsky, Joseph Wirth, Otto Wels, Theodor Kramer, Georg Trakl, Bertolt Brecht, Uwe Tellkamp mit Musik von Gustav Mahler, Hanns Eisler, Paul Hindemith, Hans Krasa, Victor Ullmann, György Ligeti, Manfred Weiss.

Pressebericht Offenburger Tageblatt

 

 
Im Zentrum stand das Gedenken an die Pogrome vom 9. auf den 10. November 1938 mit Musik von Hans Krasa (1899-1944) und Victor Ullmann (1898-1944), die im Lager Theresienstadt komponiert wurde. In der Nacht vom 9. November 1938 zerstörten Nationalsozialisten in Deutschland Synagogen, verwüsteten Geschäfte und Wohnungen und verschleppten jüdische Männer. Auch in Offenburg.

 

Um an diese Ereignisse und deren Opfer zu erinnern, hat sich in Offenburg der „Arbeitskreis Gedenken 9. November“ gebildet, dem Mitglieder der evangelischen und katholischen Kirche Offenburg, der jüdischen Gemeinde Emmendingen und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregime VVN sowie der Fachbereich Kultur der Stadt Offenburg angehören.