9. November | 2016

„Und weil der MENSCH ein MENSCH ist“
Die Gruppe Grenzgänger mit Liedern aus deutschen Konzentrationslagern

 

Das Bremer Quartett Die Grenzgänger beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der deutschen Geschichte. Mit dem Programm „Und weil der MENSCH ein MENSCH ist“ lässt es Mut und Zivil-Courage der vielen tausend Menschen, die sich gegen eine unmenschliche Diktatur wehrten, lebendig werden. Sie singen und spielen Lieder und Texte aus den Lagern und Gefängnissen des NS-Staates und dem Widerstand gegen das Hitler-Regime.


„Bewegend, beeindruckend, berührend!“ schreibt die Presse. Das renommierte „Folk-Magazin“ äußert sich begeistert über die „sagenhaft schönen Arrangements – Meisterklasse!“

 

Veranstalter: Fachbereich Kultur und Arbeitskreis 9. November.

 

Pressebericht Offenburger Tageblatt

Pressebericht Badische Zeitung

 
 
 

Bereits 2015 sang das Quartett „Die Grenzgänger“ um den Liedermacher und Liedersammler Michael Zachcial im Salmen Lieder aus der Zeit des Ersten Weltkriegs. Ihr neues Programm ist ähnlich aufgebaut – nur ist es noch weit intensiver und berührender. Zachcial hat Lieder gesammelt, die in deutschen KZs gesungen wurden, etliche davon sind bekannt und wurden so etwas wie Folklore-Hits, so das Lied von den Moorsoldaten. Aber Zachcial und seine Mitstreiter haben auch Lieder ausgegraben, die verschollen waren, wie „Auf des Heubergs rauen Höhen“ – ein Lied aus dem KZ Heuberg bei Stetten am Kalten Markt.

Das Lager wurde bereits am 20. März 1933 eingerichtet, kaum sechs Wochen nach Hitlers Machtergreifung. Vor allem Kommunisten waren dort inhaftiert. „Die Grenzgänger“ wollen denen eine Reverenz erweisen, die damals auch in den Lagern und bei der Zwangsarbeit Widerstand leisteten, oft auf subtile Weise. Mitunter ist der Galgenhumor der Häftlinge nicht weniger erschütternd als ihr Leid, etwa wenn sie den fröhlich-flotten Filmschlager „Wir zahlen keine Miete mehr“ des jüdischen Komponisten Richard Heymann umtexteten. Wie schon bei den Liedern aus dem Ersten Weltkrieg erzählt auch hier Michael Zachcial die Geschichten hinter den Songs. Sie fügen sich zu einer Geschichte von Mut und Trotz in der finstersten Zeit Deutschlands zusammen.