9. November | 2017

Do. | 09.11.2017 | 20 Uhr | Salmen

 

„Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten“ - Szenische Lesung aus den Tagebüchern von Victor Klemperer und Offenburger Zeitdokumenten

 

Überleben im Faschismus: der jüdische Literaturwissenschaftler Victor Klemperer durchsteht von 1933 bis zum Kriegsende zusammen mit seiner nichtjüdischen Frau Eva zunehmende Isolierung, Schikanen, Demütigung und ein Leben in immerwährender Angst vor Haussuchung und Deportation. Sein Tagebuch wird für Klemperer zur „Balancierstange, ohne die ich hundert Mal abgestürzt wäre“.

 

Die Tagebücher wurden zu einem einmaligen Zeugnis über den Alltag der Judenverfolgung. „Tausend Mückenstiche sind schlimmer als ein Schlag auf den Kopf. Ich beobachte, notiere die Mückenstiche“.

 
 

 Kontrastiert wurden diese Notizen aus Dresden mit Berichten aus derselben Zeit in Offenburg – und mit Beobachtungen und audiovisuellen Beispielen aus unserer unmittelbaren Gegenwart.

 

Mit Bärbel Krehl, Edgar Common und Dieter Neuhaus. Sound und Video: Christian Kessler, Leonard Küßner und Jonathan Rieder.

 

Veranstalter: Arbeitskreis 9. November in Kooperation mit dem Fachbereich Kultur der Stadt Offenburg

 

Weitere Informationen zu Victor Klemperer

Die Besucher im überfüllten Salmen-Saal verließen die Veranstaltung tief beeindruckt. Viele menschen hatten keinen Platz mehr bekommen. Deshalb wurde die Lesung am 14. Dezember noch einmal aufgeführt.