Neujahrsempfang 2020

- 14.01.2020 - 

Offenburg hat "VIEL VOR"

Der Neujahrsempfang der Stadt Offenburg am vergangenen Sonntag glänzte mit vielen Höhepunkten. Die Neujahrsansprache, die Musikstücke der Stadtkapelle und des Monsch-Schulchors, die Moderation von Markus Knoll, die Verleihung der Bürgermedaille und eine Lasershow zur Würdigung der verschiedenen Städtepartnerschaften fügten sich zu einem runden Bild zusammen. Langanhaltenden Beifall erhielt OB Marco Steffens für seine Rede.

 

OB Marco Steffens während der Neujahrsansprache

850 Gäste kamen zum Neujahrsempfang 2020

VIEL VOR – mit diesem ambitionierten Motto ist die Stadt Offenburg beim Neujahrsempfang am vergangenen Sonntag ins neue Jahr 2020 gestartet. Oberbürgermeister Marco Steffens nannte in seiner Ansprache eine Vielzahl von Projekten, die Offenburg vor sich hat und welche die Stadt noch attraktiver machen werden.

 

Im vergangenen Jahr hatte Steffens die Losung „Gut wird’s“ ausgegeben. Und so sei das Jahr auch geworden, betonte er nun vor rund 850 Gästen in der Oberrheinhalle. Als Beispiel für eine gelungene Aufwertung der Stadt nannte der OB die Neugestaltung der Lange Straße im Zusammenspiel mit dem Lindenplatz.

 
 
 
 

Die Neujahrsansprache spiegelte das Motto des Empfangs wider: „Viel vor“. Neben den Feldern Wirtschaft und Kultur kam immer wieder das Thema „Menschen“ zur Geltung, was Steffens‘ Botschaft von einer Stadt als Gemeinwesen verdeutlichte. Offenburg habe „eine starke Wirtschaft, eine spannende kulturelle Szene und überall großartige Menschen, die sich engagieren, die mitreden und gestalten.“ In einer Stadt trage jeder eine gewisse Verantwortung: Die gewählten Vertreter/innen in verschiedenen politischen Funktionen genauso wie jede einzelne Bürgerin und jeder Bürger.

Viel vor: LGS 2034 und Klinikcampus

Steffens warb ausdrücklich für die Landesgartenschau 2034, für die Offenburg sich beworben hat und bekräftigte den Willen, das Projekt in den Ortenaukreis zu holen. Offenburg sei reif dafür. Als weiteren Baustein eines grünen Offenburgs nannte er das Gifiz-Areal – „ein wunderschönes Stück Natur und ein wichtiges Naherholungsgebiet“.

 

Der Oberbürgermeister beschrieb seine Vision von einem prosperierenden Offenburgs. Dazu gehöre der Klinik-Campus, der am Standort „Nordwestlich Holderstock“ bis 2030 entstehen  und den Bürgerinnen und Bürgern eine bestmögliche medizinische Versorgung garantieren werde. Die wirtschaftliche Lage der Stadt sei Dank der Vielfalt der Branchen stabil, solle aber nicht für selbstverständlich gehalten werden. Um die Stadt auf ihrem Niveau zu halten, brauche es ein Umfeld, um kreative Geschäftsideen entwickeln zu können und den Mut, sie zu ermöglichen und zu fördern. Hier wies Steffens auf das große Potenzial des Schlachthof-Areals für die Zukunft hin.

 

Lob gab es für die Innenstadt mit lebendigem Handel und Gastronomie. Auch das sei nicht selbstverständlich, auch hier bringe sich die Stadt ein. Genauso beim Thema Klimaschutz: Noch in diesem Jahr werde der Austausch alter Leuchtmittel bei den Straßenlampen abgeschlossen. Heute würden nur noch LED-Lampen eingesetzt. Auch der Ausbau des Fernwärmenetzes schreite voran.

Neue Impulse beim Thema Mobilität

Auch beim Thema Verkehr und Mobilität wolle die Stadt weiterkommen und neue Impulse geben. Nur ein Beispiel ist hier das Ein-Euro-Ticket für den städtischen Busverkehr, das noch in diesem Jahr kommen solle.

 

Weitere wichtige Bereiche sind die Bildung und Betreuung sowie die Schaffung von neuem Wohnraum. 60 Millionen Euro investiere die Stadt in den kommenden Jahren in Schulen und Kitas, so Steffens. In den großen neuen Wohngebieten am Mühlbach und im Seidenfaden brummte zuletzt der Bau. In Zukunft müsse man jedoch kleinteiliger denken und handeln. Hier sehe er Potenzial in den Ortsteilen, sagte der OB. Auch die Ortschaften seien ein wichtiger Teil der Gesamtstadt, betonte er und nannte für jeden Ort die aktuellen Infrastruktur-Projekte.

Mehr Sicherheit für Offenburg

Zuletzt umriss Steffens auch das Konzept für einen kommunalen Ordnungsdienst (KOD), der jedoch noch nicht beschlossen sei. Ein KOD könne das Sicherheitsempfinden der Bürgerschaft verbessern, betonte er.

 

„Wir haben große Projekte vor uns, die wir nur gemeinsam bewältigen können“, fasste der Oberbürgermeister zusammen. Eines dieser Projekte – und zwar ein langfristiges – ist die Pflege der Städtepartnerschaften. So leitete Steffens zur Verleihung der Bürgermedaille über. Ein afrikanisches Stichwort brachte die wichtige Rolle aller auf den Punkt, die sich für den Austausch engagieren: „Freundschaft ist wie eine Spur, die im Sand verschwindet, wenn man sie nicht beständig erneuert.“
 

Ehrungen:

Erstmals wurden gleich vier Menschen mit der Offenburger Bürgermedaille ausgezeichnet: die „Motoren der Offenburger Städtepartnerschaften“. Seit Jahrzehnten kümmern sich Françoise Meynier (Lons-le-Saunier/Frankreich), Adelbert Metz (Offenburg), Engelbert Maier (Weiz/Österreich) und Silvano Ferrua (Pietra Ligure/Italien) völlig ehrenamtlich um den Austausch zwischen den Partnerstädten und Offenburg. Alle Geehrten nahmen Medaille und Urkunde beim Neujahrsempfang persönlich entgegen. Anstelle einer klassischen Laudatio überraschte die Stadt Offenburg mit einem zehnminütigen Video, das die Geehrten einfühlsam porträtierte und persönlich zu Wort kommen ließ.

 
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