Sturmtief „Sabine“: Information der Bevölkerung

- 09.02.2020 - 

Informationen von Feuerwehr und Stadtverwaltung

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor einer schweren Sturmlage am Sonntag, 9. Februar.

 

Voraussichtlich wird es im Verlauf des frühen Abends in Niederungen zunehmend stürmisch, im höheren Bergland treten vermehrt schwere Sturmböen auf. Von heute  Abend bis Montagnachmittag gibt es verbreitet schwere Sturmböen um 100 km/h. Bei einer Kaltfrontpassage ausgangs der Nacht bis Montagmittag und an Gewittern auch in Niederungen sind orkanartige Böen oder Orkanböen bis 120 km/h, lokal auch mehr zu erwarten. Im höheren Bergland kann es Orkanböen bis zu 160 km/h geben. Nach Montagabend ist weiterhin Sturm wahrscheinlich, bei Gewittern und im Bergland  besteht auch dann noch ein Risiko für vereinzelte orkanartige Böen.

 

Bei solchen Unwettern können Gefahren für Leib und Leben entstehen – etwa durch ausgerissene Bäume, durch herabfallende Äste oder Dachziegel. Die Feuerwehr Offenburg empfiehlt Bürgerinnen und Bürgern:

 

 

Draußen

 

  • Meiden Sie ungeschützte Orte, an denen Sie von Hagel oder von vom Sturm mitgerissenen Gegenständen getroffen werden könnten.
  • Suchen Sie Schutz in einem Gebäude und meiden Sie bei starken Stürmen Hallen mit großen Deckenspannweiten.
  • Wenn noch ausreichend Zeit ist, sichern Sie draußen bewegliche Gegenstände wie Gartenmöbel, Fahrräder etc.
  • Bei Hagel legen Sie sich, wenn es nirgendwo Schutz gibt, mit dem Gesicht auf den Boden und schützen Sie Kopf und Nacken mit den Händen!

 

Gewitter

 

  • Suchen Sie bei Gewitter Schutz in einem Gebäude oder gehen Sie mit eng zusammen stehenden Füßen, möglichst in einer Mulde, auf den Fußballen in die Hocke.
  • Meiden Sie offenes Gelände, Berggipfel, Bäume, Türme, Masten, Antennen und lehnen Sie sich nicht an Zäune.
  • Halten Sie zu Überlandleitungen einen Mindestabstand von 50 Metern ein.
  • Vermeiden Sie alle Gegenstände mit Metallteilen wie Regenschirme und Fahrräder.

 

Im Auto

 

  • Im Auto sind Sie bei Gewitter sicher. Bleiben Sie also im Fahrzeug und berühren Sie keine blanken Metallteile.

 

Zu Hause

 

  • Schließen Sie bei Hagel und Wirbelstürmen die Fenster, Roll- oder Fensterläden und halten Sie sich von ungeschützten Öffnungen fern.
  • Suchen Sie einen innen liegenden Raum im Erdgeschoss auf. Meiden Sie jedoch Kellerräume, da diese sehr schnell von Wasser geflutet und zu lebensbedrohlichen Fallen werden können.
  • Meiden Sie Räume mit großer Deckenspannweite wie z. B. Hallen.
  • Nehmen Sie empfindliche Geräte vom Netz oder verwenden Sie einen Überspannungsschutz. Entsprechende Geräte gibt es im Handel.

 

Schutz für Tiere

 

  • Haus- oder Nutztiere werden durch Unwetter stark verängstigt. Versuchen Sie, Ihre Tiere zu beruhigen und achten Sie darauf, dass sie den geschützten Bereich nicht verlassen können.

 

Verhalten nach dem Unwetter

 

  • Vor dem Aufräumen sollten Sie genau kontrollieren und dokumentieren, was z.B. durch Wassereinbruch oder Glasbruch beschädigt oder zerstört worden ist.
  • Ist jemand verletzt, leisten Sie Erste Hilfe und rufen Sie gegebenenfalls den Rettungsdienst 112.
  • Achtung! Wenn durch Überflutung, z.B. im Keller, Heizöl oder andere gefährliche Substanzen freigesetzt worden sind, rufen Sie die Feuerwehr 112 an. Vorsicht beim Betreten überfluteter Keller, es besteht die Gefahr eines Stromschlags, wenn der Hausanschlusskasten im Keller untergebracht ist.
  • Nehmen Sie elektrische Geräte nur in Betrieb, wenn sie nicht feucht geworden sind.
  • Wenn das Gebäude stark beschädigt ist, bleiben Sie draußen und betreten Sie es erst wieder, wenn es von Fachleuten freigegeben wurde.
  • Wenn das Dach stark beschädigt ist, bleiben Sie vom Haus ausreichend weit entfernt. Rufen Sie die Feuerwehr 112 an.

 (Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe)

 

Stadtverwaltung, Feuerwehr und TBO haben sich bestmöglich auf die Unwetterlage vorbereitet.

 

Für Menschen, die immer aktuell informiert sein möchten, empfiehlt sich die Warn-App NINA – ein schneller und effizienter Weg zum Schutz der Bevölkerung. Für die zuständigen Behörden des Zivil- und Katastrophenschutzes ist sie ein wichtiger Informationskanal, die Menschen über Gefahren zu informieren und gleichzeitig konkrete Verhaltenshinweise zu geben.
Neben der Warnfunktion bietet die App NINA auch grundlegende Informationen und Notfalltipps zu Themen des Bevölkerungsschutzes an:

 

https://www.bbk.bund.de/DE/NINA/Warn-App_NINA_Einstieg.html