lg, og #1: Eine riesige Chance für Offenburg

- 12.02.2020 - 

Offenburg bewirbt sich um die Landesgartenschau. Die Bewerbungsunterlagen sind eingereicht, die Vorbereitungen für den Besuch der Jury im Frühjahr sind in vollem Gang. Zeit also, noch einmal genauer hinzusehen, welche Chancen eine Landesgartenschau in Offenburg für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger bietet.

 

Eine der wichtigsten Chancen ist, dass dadurch verschiedene Herausforderungen und Themen in der Stadt gleichzeitig angegangen werden können. Wie das funktioniert, soll in den kommenden Wochen im Rahmen einer siebenteiligen Artikelserie genauer vorgestellt werden. Die erste Folge verdeutlicht noch einmal die Bedeutung einer Landesgartenschau für die austragende Kommune und geht auf die mögliche Entwicklung der Potenzialfläche Burda-Areal in Offenburg ein. Außerdem erläutert Prof. Dr. Hubert Burda selbst, warum er die Bewerbung der Stadt Offenburg unterstützt.

Viele Menschen verbinden eine Landesgartenschau ausschließlich mit dem Ausstellungsjahr, in dem ein Begleitprogramm und Veranstaltungen zahlreiche Menschen in die entsprechende Kommune ziehen. Allerdings ist das Ausstellungsjahr nur das Sahnehäubchen, denn bei Landesgartenschauen gilt definitiv: Der Weg ist das Ziel. Bereits vor der eigentlichen Ausstellung und vor allem in den Jahren danach wirken sie als Motor für eine nachhaltige, grüne und zukunftsfähige Stadtentwicklung – insbesondere auch, weil die gastgebende Kommune nach einem Zuschlag finanzielle Zuschüsse des Landes Baden-Württemberg erhält. Dadurch können viele begleitende städtebauliche Projekte schneller und kompakt umgesetzt werden – und genau das will Offenburg nutzen. Denn auch Offenburg hat sich den Herausforderungen unserer Zeit zu stellen: Zunehmende Temperaturen durch den Klimawandel, wachsender Lärm und verschmutzte Luft in der baulich immer stärker verdichteten Stadt sowie auch die nicht abreißende Beschleunigung des alltäglichen Lebens – all dies lässt den Wunsch der Bürgerinnen und Bürger nach Ruhe, Entspannung und einem wohltuenden Miteinander wachsen. Die geplanten Maßnahmen rund um die Landesgartenschau sollen deshalb dazu beitragen, dass sich Offenburg auch für kommende Generationen lebenswert weiterentwickelt. Hierfür soll zum Beispiel die Kinzig im Herzen Offenburgs zugänglich und erlebbar werden und sich zur neuen, grünen Verbindungsachse entwickeln. Dauerhafte und innenstadtnahe Parks für Erholung, Bewegung und Miteinander werden geschaffen. Gleichzeitig werden Bereiche bewahrt, in denen der Schutz von Flora und Fauna im Fokus steht und sich vielfältige Lebensräume ungestört entfalten können.

Darüber hinaus könnten durch die Landesgartenschau in Offenburg weitere stadträumliche und gesellschaftliche Entwicklungen angestoßen werden, wie beispielsweise die Entwicklung der Potenzialfläche Burda-Areal. Eine qualitätsvolle städtebauliche Entwicklung des Areals ermöglicht, dass sich sowohl das Unternehmen am Standort Offenburg entwickeln kann als auch eine Verbindung zwischen den neu entstandenen Bereichen an der Kinzig und der Innenstadt geschaffen wird.

 

Quelle: Hubert Burda Media

Prof. Dr. Hubert Burda, Hubert Burda Media

„Neue Grünflächen und weitläufige Parkanlagen im Zuge einer Landesgartenschau würden vor allem die Lebensqualität, die Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung und den Erholungswert für die Offenburger und die Besucher der Stadt enorm steigern. Landschaftsbauliche Maßnahmen, wie eine geplante Renaturierung der Kinzig und Umwandlung in eine verbindende, grüne Lebensader zwischen dem West- und Ostteil der Stadt wären ein großer Gewinn für das gesamte Stadtbild. Eine Landesgartenschau wäre hier ein nachhaltiger Impulsgeber. Deshalb begrüße und unterstütze ich die Bewerbung der Stadt Offenburg ausdrücklich.“

Wie Hubert Burda unterstützen zahlreiche weitere Personen aus den verschiedensten Bereichen der Stadtgesellschaft die Bewerbung der Stadt Offenburg. Neben den Unterstützerinnen und Unterstützern aus Vereinen, Umweltgruppen, Wirtschaft, Kirchen, Medien und Politik sind es insbesondere auch die vielen Bürgerinnen und Bürger aus allen Altersgruppen, die sich bei unterschiedlichen Aktionen und Veranstaltungen aktiv in den Bewerbungsprozess eingebracht und so das Konzept mit ihren Ideen bereichert haben.

In der kommenden Woche kommen weitere Unterstützerinnen und Unterstützer zu Wort und wir gehen der Frage nach: Was bringt eine Landesgartenschau in Offenburg dem Klima?

 

Ende Dezember letzten Jahres wurde die Bewerbung der Stadt Offenburg beim Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz des Landes Baden-Württemberg abgegeben. Im Frühjahr wird eine Bereisungskommission alle Bewerberstädte besuchen, bevor Mitte des Jahres die Entscheidung im Ministerrat fallen wird.