Mehr Busse in die Stadt

- 14.02.2020 - 

Der Öffentliche Personennahverkehr soll attraktiver gemacht werden / Fünf Szenarien

Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) soll attraktiver gemacht werden. Am Montag hat sich die Verwaltung vom Gemeinderat den einstimmigen Auftrag eingeholt, verschiedene Maßnahmen zu prüfen, um dieses Ziel zu erreichen. Sie betreffen in erster Linie den Stadtbusverkehr

 

Stadtbusverkehr. Er soll künftig ausgedehnt und damit verbessert werden.

Quelle: Gertrude Siefke

 

Hier soll eine Ausweitung des Angebots ins Auge gefasst werden. Es werden verschiedene Szenarien überprüft, die im Rahmen des laufenden Verkehrsvertrags mit der SWEG möglich sind. Es handelt sich um Zubestellungen bis zu 20 Prozent der Ausgangsjahresfahrleistung. Zudem soll rechtlich und formal geklärt werden, ob auch weitere Zubestellungen im Stadtbusverkehr über die 20 Prozent hinaus möglich sind.

Wie bereits im Verkehrsausschuss dargelegt, sehen die fünf Szenarien wie folgt aus: Der Status quo mit nur punktuellen Verbesserungen zum Beispiel im Schüler- und Berufsverkehr (Szenario 1), eine Ausdehnung des Grundangebots abends und am Wochenende auf allen Linien (Szenario 2), ein durchgehender 30-Minuten-Takt auf allen Linien (Szenario 3) sowie die Ausweitung im 15-Minuten-Takt während der Hauptverkehrszeit auf ausgewählten Linien (Szenario 4) und eine Kombination von den Szenarien 2 bis 4 mit Einführung neuer Linien.

Bekanntlich hat Oberbürgermeister Marco Steffens die Idee eines 1-Euro-Tickets auf den Weg gebracht. Die Planung muss mit der TGO und dem Ortenaukreis abgestimmt werden.

Zu entwickeln sind außerdem Maßnahmen zur Gegenfinanzierung der Angebotsausweitung, die Schaffung flankierender Angebote wie WLAN in Fahrzeugen oder die Möglichkeit, Fahrräder mitzunehmen sowie auch Infrastrukturverbesserungen bei der Qualität der Haltestellen.

Man rede hier über Vorhaben, die kurzfristig umsetzbar seien, betonten sowohl Bürgermeister Oliver Martini als auch Fachbereichsleiter Thilo Becker. Personenverkehr mit Elektrobussen etwa sei kurzfristig nicht  zu realisieren, zumal die Fahrzeugtypen vertraglich bis 2027 festgeschrieben seien.

In den Fraktionen bestand Einigkeit darüber, dass etwas getan werden muss. Offenburg, so hieß es, sei eben ein Oberzentrum mit allen damit einhergehenden Belastungen durch den Verkehr.