Facebook-Seite der Stadt mit mehr als 10 000 Followern

- 14.02.2020 - 

Seit Anfang Februar ist es soweit: Die Facebook-Seite der Stadt Offenburg hat mehr als 10 000 Follower. Sie haben den Auftritt „geliked“, also  den  „Gefällt-mir-Button“ angeklickt. Was es mit dieser Zahl. auf sich hat, erfuhr die OFFENBLATT-Redaktion von Christian Falk, bei der Stadt für die Online-Kommunikation zuständig.

Quelle: Christian Falk

Herr Falk, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch! Erfüllt Sie diese Zahl mit Stolz?

Christian Falk: Na ja, mein Beitrag ist ja eher bescheiden, ich habe seit der Übernahme im Dezember 700 Likes beigesteuert. Aber klar: Die Zahl ist toll – und Facebook honoriert dieses Ergebnis, indem die Beiträge prominenter platziert werden.

Wie ist es gelungen, die 10000er Marke zu knacken?

Falk: Ich platziere die Beiträge zu bestimmten, gut frequentierten  Uhrzeiten – in der Mittagszeit und nach Feierabend. Zudem spielt eine große Rolle, was und wie gepostet wird. Während Twitter eher als Infokanal dient und auf Instagram Offenburg von seiner schönen Seite gezeigt wird – da haben wir übrigens auch schon 1500 Abonnenten – fahren Facebook-Nutzer unter anderem auf Smileys ab. Also bringe ich in vielen Beiträgen Emojis und verwende eine andere Ansprache als in den üblichen Pressemitteilungen. Ich bringe eigene Beiträge und bemühe mich um einen gesunden Themen-Mix – von kulturellen Geschichten bis zu handfester Information. Viel macht die Sprache aus. Als Einstieg wähle ich gerne zwei knackige Sätze, bei denen der Humor nicht zu kurz kommt. Die Beiträge sollen Emotionen wecken und nicht zu lang sein. Besonders gut laufen Videos.

 

Wie ist diese Zahl denn einzuordnen – kennen Sie Vergleichszahlen anderer Städte?

Falk: Am Dienstag hatte Freiburg etwa 5 500 Followers bei 230 000 Einwohnern; Karlsruhe hat 5 164 bei 312 000 Einwohnern. Lahr liegt bei 2 900 bei 43 700 Einwohnern. Offenburg liegt nach unserer Kenntnis bei den Followerzahlen in Baden-Württemberg in der Spitzengruppe. Interessant, dass das Geschlechterverhältnis ausgeglichen ist und sich die Altersstruktur verändert hat: Inzwischen nutzen auch viele über 50-Jährige Facebook – diese Altersgruppe ist übrigens besonders kommentierfreudig.

 

Hat die Stadt einen konkreten Nutzen von den Followern?

Falk: Ja, klar. Es gibt kein direkteres Sprachrohr. Wir bringen unsere Beiträge unmittelbar, haben direkten Einfluss darauf. Da es sich um eine Zwei-Wege-Kommunikation handelt, können wir zudem an den Reaktionen ablesen, was die Leute bewegt – und entsprechend reagieren. Wir spüren die Stimmungslage, es gibt ein direktes Feedback. Ich antworte in der Regel und diskutiere mit den Leuten. Löschungen fanden bislang nicht statt – zu diesem Mittel würde ich auch nur bei strafrechtlicher Relevanz greifen. Die meisten Nutzer  sind positiv gestimmt und sehr Offenburg-affin.

 

Gibt es weitere Marken, die Sie knacken wollen?

Falk: 15 000 Followers wären schon cool, aber das wird eine echte Herausforderung.

 

Ein Wort zum Gewinnspiel, das gerade läuft?

Falk: Wir verlosen zehn mal 20-Euro-Gutscheine der City-Partner unter denjenigen, die den Beitrag liken, kommentieren und den Satz vervollständigen: „Offenburg ist für mich ...“. Das Spiel läuft bis 17. Februar.