Liebe zum Rad

- 27.03.2020 - 

Amateur-Radler Wolfgang Wurz: ein großer Fan Pietras

Die aktive Radsport-Karriere liegt hinter Wolfgang Wurz. Jahrzehntelanges Engagement – Gründungsmitglied des Team Offenburgs, 30 Jahre Vorstand im RMV Langhurst, 40 Jahre Commissaire des Landesverbandes Baden-Württemberg sind nur einige Beispiele davon. Bis heute ist der 75-Jährige dem Sport treu geblieben. Im Sommer ist er jeden zweiten oder dritten Tag mit dem Rad unterwegs. Zudem organisiert er jedes Jahr ein Trainingslager in Pietra Ligure. Die OFFENBLATT-Redaktion im Gespräch mit Wolfgang Wurz.

 

Wolfgang Wurz: "Zu Pietra Ligure habe ich eine ganz besondere Verbindung".
Herr Wurz, Sie fahren schon seit beinahe 60 Jahren Rennrad. Wie sind Sie damals zum Radsport gekommen?

Wolfgang Wurz: Als ich 16 Jahre jung war, fand ein großes Radrennen in der Moltkestraße beim Gasthof Brünnele in der Oststadt statt. Da habe ich zugeschaut und war fasziniert, so bin ich zum Radsport gekommen. Zwei Jahre später trat ich dem Radsportverein Offenburg bei. 1968 wechselte ich zum RSM Langhurst. Dort war ich 30 Jahre als Vorstand tätig und bin jetzt Ehrenmitglied. Aktiver Radrennfahrer war ich bis 1979.

 

Während Ihrer aktiven Zeit sind Sie viele Rennen gefahren. Sie haben großes ehrenamtliches Engagement bewiesen und immer für den Radsport gebrannt. Konnten Sie Ihre Familie auch für den Radsport begeistern? 

Wurz: Meine Familie hat mich immer unterstützt, darüber bin ich sehr froh. Mein Sohn Patrick, ist auch aktiv Rennrad gefahren. Privat fährt er keine Rennen mehr. Heute ist er quasi meine rechte Hand und unterstützt mich bei den Radreisen in unsere Partnerstadt.

 

Gab es besondere Momente in Ihrer aktiven Zeit? Etwas, das Ihnen immer in Erinnerung bleiben wird?

Wurz: Bei dem Frühjahrsklassiker von Monaco nach Alassio fuhr ich 1970 mit. Die Fürstin von Monaco, Gracia Patricia, gab selbst den Startschuss auf dem Schlossplatz ab. Da war ich gerade 22 Jahre alt.Auch andere Rennen, beispielsweise in Italien mit Tausenden von Zuschauern am Straßenrand, werde ich nie vergessen.

 

Die Radreise nach Pietra Ligure organisierten Sie dieses Jahr bereits das 27. Mal. Warum fahren Sie jedes Jahr in den italienischen Ort? Hat das einen Hintergrund?

Wurz: Während der Reisen sind wir jeden Tag mit dem Rad unterwegs. Ob Hobbyfahrer oder Urlauber ist dabei ganz egal. Auch Besuche in die Altstadt oder Besichtigung einer Tropfsteinhöhle und Ölmühle stehen jedes Jahr auf dem Programm. Zu Pietra Ligure habe ich eine ganz besondere Verbindung: Zwei Jahre lang, das war 1967 und 1968, bin ich mit dem damaligen Bundestrainer Gustav Kilian ins Trainingslager nach Pietra Ligure gefahren. Dort bin ich immer viele Rennen gefahren. Es entstanden schnell viele Freundschaften, auch lebenslange. Die Menschen in Pietra sind unheimlich gastfreundlich, und es ist für mich wie eine zweite Heimat. Ich kenne dort die Speziallokale mit der besten Pizza und Pasta. Außerdem herrschen optimale Bedingungen zum Trainieren. Das Wetter und die Klimaverhältnisse sind im März sehr gut. Der Ort ist so ruhig und verkehrsarm, also ideal.

 

Hinweis: Die Radreise im April mit Wolfgang Wurz als Organisator, aber auch die Reise im Mai mit ZimBus als Veranstalter und Wurz als Reisebegleitung finden aufgrund der aktuellen Situation nicht statt.