Viel Zustimmung

- 30.04.2020 - 

3. KREA-Wettbewerb: noch bis 15. Juni Beiträge möglich

„Was bedeutet persönliche Freiheit für mich?“ Diese Frage steht in der dritten Ausgabe des Offenburger Kreativ-Wettbewerbes „Krea“ im Mittelpunkt. Gerade in Coronavirus-Zeiten erleben die Menschen ganz individuell, was es bedeutet, wenn die eigene Freiheit eingeschränkt wird. Die Stadt Offenburg hat die Einreichfrist verlängert und nimmt bis 15. Juni Beiträge entgegen, mehr dazu unter www.krea-offenburg.de. Im Gespräch mit der Initiatorin des Wettbewerbs, Kulturchefin Carmen Lötsch.

Carmen Lötsch freut sich auf weitere Beiträge, auch von Studenten und Azubis.

Frau Lötsch, vom Grundschul- bis ins Seniorenalter kann jeder mit altersentsprechenden Themen mitmachen. Wie sieht bis jetzt die Rückmeldung aus?
Carmen Lötsch:
Wir haben aus fast allen Altersgruppen schon Einreichungen erhalten. Der allererste Text ging tatsächlich schon am Tag nach der Veröffentlichung ein. Das ist eine schöne Bestätigung für den Wettbewerb. Wir haben einen recht kurzen Zeitraum für die Texterstellung gewählt, weil wir davon ausgegangen sind, dass die Schulen ab 20. April wieder öffnen. Und die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass die meisten Einreichungen erst an den letzten beiden Tagen kommen. Das ist dieses Mal anders.

  

Überrascht Sie das?
Lötsch:
Eine richtige Überraschung ist das natürlich nicht. Die Idee, den Wettbewerb so kurzfristig auszuloben, kam, als klar wurde, dass es zu einem Shut Down des öffentlichen Lebens kommt. Und da wollten wir eine Möglichkeit eröffnen, die Zeit zu Hause kreativ zu nutzen. Also haben wir über Telefon und per Mail Sponsoren gesucht, Jurymitglieder überzeugt, ein Konzept abgestimmt, Preise ausgewählt. Die Resonanz war großartig. Wir haben sofort sehr viel Zustimmung bekommen. Und dass so schnell die ersten Geschichten bei uns eingegangen sind, zeigt schon: Es gibt viele Menschen, die sich gerne schriftlich mit Themen auseinander setzen.

 

Wo würden Sie sich noch mehr Resonanz wünschen?
Lötsch:
Wir würden uns riesig freuen, wenn sich auch die älteren Schüler/innen, Azubis und Student/innen an unserem Kreativ-Wettbewerb beteiligen.

 

Wie werden die Gewinner ermittelt und welche Preise warten auf sie?
Lötsch:
Dafür haben wir 15 Jurymitglieder gewonnen: Lehrer/innen, Autor/innen, Partner aus dem Buchhandel, der VHS, dem Institut für deutsche Sprache und natürlich aus unserer Stadtbibliothek. Jede/r erhält einen Teil der Texte und bewertet ihn. Sie schauen darauf, wie kreativ und verständlich ein Text ist, aber auch wie kraftvoll und bewegend. Als Preise winken wie bereits in den Vorjahren tolle Gutscheine wie Freikarten für den Europapark oder für unser Freizeitbad sowie Gutscheine für die City Partner, Eisbecher- und Kino-Gutscheine und jede Menge Lesefutter.

 

Von Anfang an unterstützt das E-Werk Mittelbaden den Wettbewerb. Wie sieht diese Unterstützung aus?
Lötsch:
Das E-Werk hat durch seine Beteiligung viele wertvolle Preise ermöglicht, in den letzten Jahren die Geldpreise für die Schulklassen. Die Gutscheine wurden überwiegend vom Offenburger Einzelhandel gesponsert. In diesem Jahr setzen wir die Mittel des E-Werks dafür ein. Der Einzelhandel ist durch Corona bereits über alle Maßen belastet. Da wollen wir mit dem Gutscheinkauf in diesem Jahr ein bisschen was zurückgeben für die tolle Unterstützung in den vergangenen Jahren.