Neuer Belag für Gustav-Rée-Anlage

- 30.04.2020 - 

Umgestaltung der Straßen in der östlichen Innenstadt geht weiter: Leitungs- und Betonwerkstein-Verle

Seit vergangenen Samstag laufen die Pflasterbelagsarbeiten im ersten Bauabschnitt der Gustav-Rée-Anlage. Bereits seit Mitte März wurden in diesem Abschnitt Tiefbauarbeiten durchgeführt. Bis zum geplanten Bauabschluss Ende des Jahres werden jeweils nach den Arbeiten im Untergrund die Belagsarbeiten in acht Abschnitten fertiggestellt sein.

„Die Herausforderung beim Ausbau der rund 300 Meter langen Straße liegt in der parallelen Abwicklung der Hochbauarbeiten zum neuen Einkaufsquartier und der Straßenbauarbeiten“, erklärt Bernhard Mußler, Abteilungsleiter Straßen und Brücken im städtischen Fachbereich Tiefbau und Verkehr. Während auf dem Lindenplatz und in der Lange Straße die besondere Schwierigkeit in der Aufrechterhaltung des Fußgänger- und Zuliefererverkehrs zu den einzelnen Geschäften lag, steht bei den Verantwortlichen der seit Mitte März laufenden Arbeiten in der Gustav-Rée-Anlage die Koordination der jeweiligen Bauabschnitte sowie die Baustellenlogistik im Mittelpunkt.

„Entsprechend dem Umgestaltungskonzept der östlichen Innenstadt-Straßen wird aus Kostengründen in der Gustav-Rée-Anlage kein Naturstein, sondern Betonwerkstein verwendet“, informiert Mußler. Bei der Bemusterung der Materialien sowie im Baubeschluss habe es ein eindeutiges Votum der Offenburger Gemeinderäte zum Naturstein in der Altstadt i

Die Pflasterarbeiten außerhalb der Stadtmauer laufen planmäßig.

nnerhalb und zu Betonwerkstein außerhalb der historischen Stadtmauer gegeben, blickt der Straßen-Experte zurück. Der gewählte Betonwerkstein sei in der Farbgebung und den Formaten an den Naturstein angelehnt und habe eine hochwertige, geschliffene und gestrahlte Oberfläche, freut sich Mußler über die gelungene Harmonisierung beider Steinarten. „Wichtig bei der Auswahl war insbesondere die maschinelle Verlegbarkeit des Pflasters“, verweist Projektleiter Marco Schappacher auf die kostengünstigere Variante. So werden bereits im Lieferwerk die drei Farben und die verschiedenen Formate gemischt und palettiert mit der Folge, dass das zeit- und kostenintensive Sortieren per Hand wie beim Naturstein in der Lange Straße und auf dem Lindenplatz entfällt.

„Neben der Kostenreduzierung können durch die maschinelle Verlegung die vorbereiteten Flächen auch erheblich schneller gepflastert werden“, zeigt sich Schappacher mit dem Zeitvorteil sehr zufrieden. Dies sei auch ein Baustein, um das beengte Bauen in den kurzen Baufristen überhaupt gewährleisten zu können, ergänzt er seine Ausführungen.

Insgesamt werden im ersten Bauabschnitt 260 Quadratmeter Betonwerkstein innerhalb einer Woche verlegt. Parallel dazu laufen im zweiten Bauabschnitt bereits die Arbeiten zur Verlegung der Fernwärmeleitungen und der neuen Wasserleitung. „Wir liegen gut im Zeitplan“, freut sich Mußler über den Fortschritt der Bauarbeiten, die – wenn weiter alles nach Plan läuft – Ende des Jahres abgeschlossen sein sollen.

Fernwärmeleitungen werden zuerst verlegt, bevor die Belagsarbeiten in der Gustav-Rée-Anlage beginnen.