Vielfältiges Praktikum bei der Stadt

- 14.05.2020 - 

Anders als erwartet

Für drei Monate hat Katherina Siebert im Rahmen ihres Studiums an der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl ein Praktikum bei der Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Offenburg absolviert. Am Ende dieser Praxiserfahrung hat die Redaktion bei der 23-jährigen Studentin nachgefragt.

Katherina Siebert hat in ihrem Praktikum einen guten Einblick bekommen.

Frau Siebert, mit welchen Erwartungen haben Sie im Februar bei der Stabsstelle angefangen?
Katherina Siebert:
Dadurch, dass ich ja wusste, bei der Pressestelle zu sein, habe ich viel Einblick ins journalistische Arbeiten erwartet. Texte schreiben würde eine große Rolle spielen und weniger die typische Verwaltungsarbeit mit Gesetzen und Paragrafen. Und genau das hat mich auch gereizt.

 

 

Wenn Sie jetzt zurückblicken, was hat Sie am meisten überrascht?
Siebert:
Dass die Arbeit so vielfältig ist. Neben dem Schreiben von Artikeln gibt es viele andere Tätigkeiten: Redenschreiben, Grußworte verfassen, an Presseterminen teilnehmen, den städtischen  Internetauftritt koordinieren.

 

Was haben Sie konkret gemacht?
Siebert:
Ich habe Artikel verfasst, Interviews geführt, an Presseterminen teilgenommen, Pressemitteilungen versendet, Beiträge aus dem OFFENBLATT auf die Internet- und Corona-Website gestellt. Außerdem verschickte ich fürs OB-Büro Sitzungsunterlagen. Alles in allem gewann ich einen guten Einblick – nicht nur in journalistische Themen, sondern in die gesamte Kommunalpolitik. Ich besuchte eine Sitzung des Seniorenbeirats und nahm an den Gemeinderatssitzungen teil.

 

Die Coronakrise hat auch Ihre Zeit bei der Stadt geprägt. So wurden Sie zum Beispiel als Aushilfskraft bei der Offenburger Tafel eingesetzt. Welche Erfahrungen haben Sie dabei gemacht?
Siebert:
Ich habe erfahren, dass es für manche Menschen sehr viel Überwindung kostet, zur Tafel zu gehen. Es ging mir nach, wenn die Bedürftigen fragten, ob sie noch mehr Gemüse haben könnten und ich nein sagen musste – wegen der gerechten Verteilung. Wenn ich jetzt einkaufen gehe, weiß ich es mehr zu schätzen, dass ich ausreichend Geld und die ganze Auswahl habe.

 

Auch das Home-Office haben Sie kennengelernt, wie war‘s?
Siebert:
Zunächst sehr ungewohnt. Es hat gedauert, bis alles eingerichtet war. Auch war es am Anfang schwierig, die Zeit selbst einzuteilen und ohne die unmittelbare Nähe der Kollegen zu arbeiten. Später klappte es echt gut. Auch davon habe ich profitiert.

 

Was meinen Sie: Hat das Praktikum Einfluss auf Ihren beruflichen Werdegang?
Siebert:
Wir werden ja zu Generalisten ausgebildet, um in allen Fachbereichen einsetzbar zu sein. Das Praktikum hat mir auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht und war gewinnbringend. Ich bin nicht abgeneigt, später mal im Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit tätig zu sein.

 

Und wie geht es jetzt für Sie weiter?
Siebert:
Ich bin im fünften Semester und beginne am 18. Mai meine nächste Praxisstelle in der Personalabteilung der Stadt Gengenbach. Am 15. September muss ich meine Bachelorarbeit über „Fachkräftemangel von Erzieher/innen“ abgeben. Im Februar 2021 werde ich mit dem Studium fertig sein.