Strandbad bleibt zentrales Thema

- 23.10.2020 - 

Eine Wasserski-Anlage für den Gifiz? Bei der Bürgerwerkstatt zur Weiterentwicklung des Gifiz-Areals entspann sich an dieser Idee ein intensiver Diskurs, der in vier Arbeitsgruppen geführt wurde. Aufgrund der Corona-Beschränkungen war die Zahl der Teilnehmenden auf etwa 50 limitiert. Wer keinen Platz ergatterte, konnte sich über eine Mitmach-Plattform im Internet beteiligen. Eigentlicher Streitpunkt blieb aber das Strandbad.

 

Mit Abstand. Knapp 50 Interessierte diskutierten über den Gifiz. Foto: Lötsch

 

Der Prozess sei ergebnisoffen, so Baubürgermeister Oliver Martini zu Beginn der Veranstaltung in der Aula der Konrad-Adenauer-Schule. Es sei noch nicht festgelegt, ob das bewirtschaftete Strandbad bleibt, oder ob das Nordufer frei zugänglich werden soll.

Für den Status quo – also den Erhalt – sprach sich Anwohnerin Bärbel Braun von der Gifizbad-Initiative aus: „Wir wollen Sicherheit in einem bewachten Bad!“ forderte sie ganz im Sinne einer Mehrheit der Anwesenden.

Einer der Knackpunkte scheint die Planung eines Rundweges um den See zu sein. Ufernah geführt würde er das Bad-Areal queren. Das Meinungsbild ergab: Rundweg ja – aber um das Bad herum, zumindest während der Badesaison. Außerhalb der Saison könne der Weg auch im Norden nahe am Wasser geführt werden. Der kühne Vorschlag, das Bad zu überbrücken, blieb eine Einzelmeinung.

Weiteres wichtiges Thema war die Parkraumfrage. Auf dem Parkplatz im Norden treffen Autos, Radler und Fußgänger aufeinander. Oft komme es zu gefährlichen Situationen. Der Parkraum im Süden sei ungenügend beschildert, teilweise parkten Autos auch in den Seitenstraßen des Stadtteils Uffhofen.

Legale Feuerstellen und Treffpunkte für die Jugend standen ebenso auf der Wunschliste wie Bäume, Sonnenschutz, barrierearme Zugänge zum Wasser und Futterautomaten am Tiergehege.

Die Wasserski-Befürworter hatten sich mit einem ökologischen Argument gewappnet. Die von den Sportlern ausgelöste Umwälzung werde das Wasser mit Sauerstoff anreichern, man könne sich also die kostenintensive Tiefenwasserpumpe sparen. Gegen die Anlage sprachen sich Teilnehmerinnen aus, die darin eine Gefährdung der Badenden sahen.

Auf Ablehnung stieß die Wasserski-Idee auch bei den Mitgliedern des Angelsportvereins.

Die diskutierten Punkte werden in alternative Vorentwürfe des Planungsbüros einfließen, nach einer weiteren Bürgerbeteiligung wird dann der Entwurf erstellt. Im Sommer 2022 wird die neu gestaltete Halbinsel mit Wasserspielplatz zugänglich sein, ein Jahr darauf das Nordufer – mit oder ohne bewirtschaftetes Strandbad.

Die Resultate des Workshops  stehen in Kürze im Netz unter www.mitmachen-offenburg.de. Hier können bis 22. November eigene Ideen eingebracht werden.