Neues Zuhause im Salmensaal

- 26.10.2020 - 

Gemeinderat soll ab Frühjahr 2022 festen Sitzungsort erhalten / Strittig waren lediglich die Kosten von 170 000 Euro

Ab Frühjahr 2022 sollen Gemeinderat und dessen Ausschüsse ausschließlich im Salmen tagen. Die Mitglieder des Haupt- und Bauausschusses begrüßten die Vorlage, kritisierten lediglich die geplanten Kosten von 170 000 Euro. OB Marco Steffens: „Demokratie gibt es nicht zum Nulltarif.“

Für den Salmen spreche die lange Demokratiegeschichte, führte Steffens aus: „Es ist ein wichtiger Ort für Sie und für uns.“ Kulturchefin Carmen Lötsch unterstützte das Vorhaben: Während Montag und Mittwoch Gremienarbeit und internen Veranstaltungen vorbehalten seien, blieben der Kultur immer noch fünf Tage. Wie der Leiter des OB-Büros, Tobias Uhrich, ausführte, entstehen Kosten für die neue Sprechanlage (80 000 Euro), Stühle und Tische (70 000 Euro) sowie außerplanmäßige Anschaffungen (20 000 Euro). Wobei er auf Nachfrage von Taras Maygutiak (AfD) erklärte, dass Stühle und Tische nicht fest verankert seien. Für Ingo Eisenbeiß (Grüne) handelt es sich um „gelebte Demokratie vor Ort“. Seine Fraktion sei lediglich über die Kosten gestolpert: „Geht es eine Nummer bescheidener?“ Werner Maier (CDU) hingegen plädierte dafür, „etwas Anständiges“ anzuschaffen: „Der Salmen ist für uns der richtige Ort.“ Stefan Konprecht (FWO) sprach sich ebenfalls für den Salmen aus wie Martina Bregler (SPD): „Gut, dass wir den Wanderzirkus beenden.“ Zustimmung auch von Thomas Bauknecht (FDP) und Maygutiak. Bürgermeister Hans-Peter Kopp wertete den Gemeinderat als „immer sehr bescheiden“. Hätte man sich seinerzeit für einen Neubau entschieden, wären Kosten von 1,7 Millionen Euro entstanden. Einstimmig wurde die Vorlage angenommen.

 

 

Tagungsort. Funktioniert auch mit Abstand.