Im Corona-Stab

- 06.11.2020 - 

So kämpft Offenburg gegen die zweite Pandemiewelle

Mit der zweiten Pandemiewelle ist der Corona-Stab der Stadt wieder aktiv geworden. Das Gremium untersteht seit Frühjahr dieses Jahres Erwin Drixler, der den städtischen Fachbereich Bauservice leitet. Die Redaktion hat bei dem promovierten Ingenieur und Honorarprofessor nachgefragt.

Herr Drixler, das städtische Gremium zur Corona-Bekämpfung wird manchmal „Krisenstab“ und manchmal „Verwaltungsstab“ genannt. Welcher Begriff ist der richtige?

Erwin Drixler: Im Prinzip treffen beide Begriffe zu. Die Corona-Pandemie stellt eine Krise dar, die zu bewältigen ist. Wir haben es also mit einem Krisenstab zu tun. Wir fokussieren uns hauptsächlich auf die Abläufe innerhalb der Verwaltung, deshalb ist der juristisch korrekte Begriff „Verwaltungsstab Corona“. Wir stimmen uns täglich in Telefonkonferenzen über die aktuelle Lage ab.

 

Wie viele Mitglieder gibt es, und wer ist alles dabei?

Drixler: Wir abreiten momentan mit dem Corona-Kernteam. Dazu gehört immer Oberbürgermeister Steffens. OB-Büroleiter Tobias Uhrich ist für die Lageberichte zuständig. Personalchefin Simone Appel befasst sich mit dem sinnvollen Einsatz der Mitarbeitenden. Die Leiterin der Stabsstelle Recht, Katharina Heitz, kümmert sich um Arbeitssicherheit, Alexa Adelmann, die Leiterin des Fachbereichs Bürgerservice, um Sicherheit und Ordnung. Pressesprecher  Florian Würth ist zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Last but not least ich selbst als Leiter. Ergänzt wird der Stab bei Bedarf durch den Fachbereichsleiter Soziales, Michael Hattenbach. Themenbedingt werden weitere Leitungspersonen hinzugezogen, zum Beispiel kürzlich Carmen Lötsch, die Fachbereichsleiterin Kultur. Da ging es um Veranstaltungen und Veranstaltungsstätten.

 

Welche Befugnisse hat die Stadtverwaltung bei der Pandemiebekämpfung?

Drixler: Wir orientieren uns an den Coronaverordnungen des Landes Baden-Württemberg und den Vorgaben der Kreises. Unsererseits gibt es keine eigenen Verfügungen für die Stadt, das heißt, wir gehen nicht über diese Vorgaben hinaus. Allerdings sorgen wir dafür, dass unsere Verwaltung in die Lage versetzt wird, die Vorgaben fachgerecht umzusetzen. Im Innenverhältnis, also innerhalb der Verwaltung, erstellen wir Regelungen zum Gesundheitsschutz unserer Mitarbeitenden, aber auch für Besucherinnen und Besucher.

 

Wie koordinieren Sie die Zusammenarbeit mit anderen Verwaltungsebenen – also dem Landkreis und dem Land?

Drixler: Es hat sich bewährt, dass sich die Stabsleiter der Großen Kreisstädte im Ortenaukreis sowie eine Vertretung des Landratsamts einmal pro Woche – und bei Bedarf auch öfter – abstimmen und ihre jeweiligen Maßnahmen austauschen. Das dient der gegenseitigen Unterstützung und hat sich als sehr nützlich erwiesen.

 

Wohin können sich die Bürgerinnen und Bürger denn wenden, wenn sie weitere Informationen brauchen oder Fragen haben?

Drixler: Dazu dient die Homepage offenburg-corona.de. Dort sind alle Themen aktualisiert, zum Beispiel im Zusammenhang mit den Schulen oder Kindertagesstätten. Falls noch Fragen offen sind, ist eine E-Mail-Adresse hinterlegt, die man mit einem Klick auf den entsprechenden Button erreichen kann.