Wettbewerb Grüngürtel

- 19.11.2020 - 

Siegerentwurf mit klarem, durchgängigem Konzept/Stadtmauer als Verbindungselement

 

Über das Ergebnis des Wettbewerbs um den Grüngürtel hat Stadtplanungschef Daniel Ebneth den Planungsausschuss am 11. November informiert. Das Rennen um eine Frei- und Verkehrsfläche von rund 5,4 Hektar Größe der Offenburger Altstadt, den sogenannten Grüngürtel, machte das Karlsruher Planungsbüro Helleckes Landschaftsarchitektur.

Druckfrisch legte Ebneth die 47-seitige Broschüre zur Wettbewerbsdokumentation aus. Die Arbeit besticht durch ein klares, durchgängiges Konzept für die Inszenierung der Stadtmauer als verbindendes Element zwischen vier unterschiedlichen städteräumlichen Situationen, heißt es in der Begründung der Jury, nachzulesen in der Broschüre. Helleckes setzte sich damit unter fünf Büros durch. Der Vorschlag im Bereich des Zwingerparks sehe vor, so Ebneth, den Bewuchs von der Stadtmauer zu entfernen und die historische Lindenallee wiederherzustellen. Aus Sicht der Jury solle die Allee als langfristiges Ziel definiert werden. Die Nachpflanzung sei sukzessive vorzunehmen, abhängig vom Zustand der heutigen Bäume. Am Stadtbuckel werde für den Anschlussbereich an die Grabenallee und den Bahngraben der Fußgänger- und Radverkehr verbessert.

Die Fläche solle auch genutzt werden für die Installation in Form eines Lichtbogens, um dem Betrachter den Blick nach Süden freizugeben. Gleichzeitig wolle man für alle Generationen Aufenthaltsqualität schaffen und erhöhen, fuhr Ebneth fort. Parallel dazu solle ein Beleuchtungskonzept entwickelt werden, das unter anderem auch die Beleuchtung der Dionysos-Skulptur in Szene setze. Ein Stahlband am Fußes der Stadtmauer solle auch über die Kreuzungsbereiche die Stadteingänge definieren und die Innen- von der Vorstadt abgrenzen.

Die Umsetzung im Bereich Zwingerpark ist ab November 2021, im Bereich des Bahngrabens Nord ab Oktober 2022 geplant, informierte er. Die Ausschussmitglieder nahmen die Planungen zur Kenntnis. Roland Müller (FDP) wollte wissen, ob beim Bahngraben eine Spur wegfalle. Norbert Großklaus (Grüne) bat darum, die Balance zwischen Lichtverschmutzung und Sicherheitsbedürfnis durch Licht zu halten.