Neues Quartier für Albersbösch

- 03.12.2020 - 

Ehemaliger Burda-Sportclub wird zum Wohngebiet – Siegerentwurf im städtebaulichen Wettbewerb präsent

Zuwachs für den Stadtteil Albersbösch: Auf dem bisherigen Gelände des Burda-Sportclubs (BSC) sowie einem angrenzenden Areal entsteht ein neues Quartier mit über 300 Wohnungen. Im Technischen Rathaus präsentierte Bürgermeister Oliver Martini den Siegerentwurf des städtebaulichen Wettbewerbs.

Präsentation. Von rechts: Bürgermeister Oliver Martini, Aribert Frece (Stuckert Wohnbau AG) und Stadtplaner Daniel Ebneth.

Quelle: Christoph Lötsch

 

Das Hochhaus „Langer Franz“ ist den Albersböschern ein Begriff. Das markante Gebäude bildet sozusagen den Dreh- und Orientierungspunkt. Von Westen und Norden wird es von dem neuen Quartier mit dem offiziellen Namen „Burdastraße Nord“ umfasst. Im Osten wird es von der Bundesstraße 3/33 begrenzt.

Wirksamer Lärmschutz sei deshalb auch eines von zwei zentralen Kriterien gewesen, erläutere Bürgermeister Martini.

Ebenso wichtig: ein gesunder Mix aus Geschossbauweise und Reihenhäusern, aus von den Eigentümern bewohnten Häusern und Mietwohnungen. Unter letztgenannten solche, die öffentlich gefördert werden, beispielsweise so genannte „Hoffnungshäuser“ der Stiftung Hoffnungsträger.

 

Siegerentwurf. Das neue Quartier umfasst das bisherige Burda-Sportclub-Gelände und ein Areal nordwestlich davon.

Quelle: Christoph Lötsch

 

Die beste Lösung präsentierte nach Ansicht der Jury das Freiburger Büro Möhrle Reinhardt Architekten – abgekürzt MoRe. In der Heimatstadt hat es bereits zahlreiche Preise eingeheimst, in Offenburg ist es bisher u.a. im Zusammenhang mit der Kita am Ölberg in Erscheinung getreten.

Im Lärmschutzkonzept sei bereits das Thema „Südzubringer“ eingespeist gewesen, erläuterte Stadtplaner Daniel Ebneth. Lärmschutzwälle und fünf Fünfgeschosser sollen die Schallwellen aus Richtung Bundesstraße dämpfen – wobei die Schlaf- und Wohnräume sinnigerweise auf der ruhigen Seite platziert sind.

In der Fortsetzung findet sich auf dem BSC-Areal ein bunter Mix aus Reihenhäusern, die im Zuschnitt an die für Albersbösch so typische Bebauung aus den 1950-er und 60-er Jahren mit Gärten und Wohnhöfen anknüpfen.

Eigentümer des BSC-Areals ist die Stuckert Wohnbau AG, ein Bauträger aus Gundelfingen. Prokurist Aribert Frece veranschlagte ein Investitionsvolumen von 45 Millionen Euro. Die Grundlage für den Bebauungsplan sei geschaffen. Bereits 2024 könnten die Bauarbeiten auf dem BSC-Gelände beginnen. „Ziel ist es, Wohnraum zu schaffen, der für normale Menschen finanzierbar ist“, sagte Frese auf die Frage nach der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt.

Der nordwestliche Teil des Quartiers mit einer gemischten Eigentümerstruktur dürfte gegen Ende des Jahrzehnts Realität werden. Im Übergang zwischen beiden Quartiersteilen soll ein großer Spielplatz entstehen.

Zusammen mit dem unabhängig von dem neuen Quartier geplanten Montessori-Schulzentrum werde der Stadtteil eine erhebliche Aufwertung erfahren, sagte Bürgermeister Martini.