Oberrheinischer Kunstpreis 2020

- 15.01.2020 - 

Peter Bosshart ist der Träger des Oberrheinischen Kunstpreises 2020. Oberbürgermeister Marco Steffens stellte den 54-Jährigen am Mittwoch im Pressekonferenz vor. „Peter Bossharts Malerei ist geprägt von der Lust auf Fabulieren und Geschichtenerzählen. Und sie macht Lust, den Faden aufzunehmen und die Geschichten weiter zu spinnen“, sagte OB Steffens. 

Quelle: Foto: Gertrude Siefke

Verliehen wird der Preis von der Stadt Offenburg und dem Förderkreis Kunst + Kultur e.V.. Die Auszeichnung beinhaltet ein Preisgeld von 10 000  Euro, einen dreisprachigen Katalog sowie eine viermonatige Ausstellung in der Städtischen Galerie Offenburg.

Bosshart wurde 1966 in Lörrach geboren. Er lebt und arbeitet in Efringen-Kirchen. Nach einer Ausbildung zum Textilmustergestalter in Lörrach besuchte er die Kunstgewerbeschule in Basel und die Staatliche Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt am Main. Danach arbeitete er mit einem Atelierstipendium der Stadt Frankfurt für das Künstlerhaus Mousonturm. 1998 kehrte er als freischaffender Künstler ins Markgräflerland zurück. 

Der Künstler wurde von einer Jury unter Vorsitz des Kunsthistorikers und internationalen Kurators Klaus Gallwitz ausgewählt. Ausschlaggebend für die Entscheidung sei gewesen, dass Bosshart sowohl das Konkrete als auch das Subversive darstelle: „Und das ohne Ideologie.“

Die weiteren Mitglieder sind Julia Garimorth, Chefkonservatorin des Musée d‘Art Moderne de la Ville de Paris, Sören Grammel, Leiter „Kunst ab 1960/Gegenwartskunst“ im Kunstmuseum Basel, Christine Litz, Direktorin des Museums für Neue Kunst Freiburg, sowie der Kurtator Bernhard Serexhe aus Karlsruhe.

Bossharts gemalte Erzählungen seien ganz nah am alltäglichen Leben, denn der Künstler verwebe Gesehenes, Gehörtes, aber auch Träume, Anekdoten und Wortspiele. Die Schilderungen seien oft hintergründig, gezeichnet von einem sehr persönlichen Humor, heißt es in der Begründung. Meist zeigen Bossharts Bilder nur ein einzelnes Motiv, manchmal stark vergrößert. Auch seine Palette umfasst häufig nur wenige Farben: Hautfarbe, Schwarz, Weiß und ein oder zwei Primärfarben. Damit entsteht ein ganz eigener Bildkosmos, oder wie der Künstler es ausdrückt: „Ich versuche, das Reich der Malerei zu entdecken, in dem ich es beschränke.“ Die Preisverleihung mit Festakt sowie die Eröffnung der Ausstellung werden am 18. Oktober 2020 in der Reithalle und in der Städtischen Galerie Offenburg stattfinden. Die Ausstellung wird bis Mitte Februar 2021 gezeigt werden. Leitende Kuratorin der Galerie und Geschäftsführerin des Oberrheinischen Kunstpreises ist Gerlinde Brandenburger-Eisele. 

Der Oberrheinische Kunstpreis ist ein Kooperationsprojekt der Stadt Offenburg und dem Förderkreis Kunst + Kultur | Offenburg. Bisher wurden ausgezeichnet: 2011 die Malerin Corinne Wasmuht, 2014 die Zeichnerin Miriam Cahn und 2017 der Pionier der elektronischen Klangkunst, Peter Vogel. 

Eine Galerie mit Werken von Peter Bosshart gibt es im Internet: https://t1p.de/bosshart.

 

Liege. Das Original ist 220 auf 90 Zentimeter groß. Man sieht: Mitunter reichen ein paar Linien, um das Sujet zu erkennen.

Quelle: Bild: Hasenböhler

Vehikel. Der Sattel ist auf der Strecke geblieben.

Quelle: Bild: Bosshart