Baumpflege und Verkehrssicherung

Auf den Flächen der städtischen Grünanlagen und entlang der Straßen stehen ca.18.000 Bäume. Für diese Bäume hat die Stadt Offenburg als Grundstückseigentümerin die Verkehrssicherungspflicht. Dies bedeutet, dass den Verkehrsteilnehmern keine unerwarteten Gefahren von Bäumen entlang von Straßen und Wegen drohen dürfen. Um dies zu gewährleisten ist der gesamte Baumbestand in einem edv-gestützen Baumkataster erfasst und wird jährlich, bei Jungbäumen zweijährlich, von ausgebildeten Fachkräften der Technischen Betriebe Offenburg kontrolliert. Dabei ist besonders auf Pilzfruchtkörper, Höhlungen, Morschungen, Stammverletzungen, tote und brüchige Äste, zu tief hängende Äste und auf die Vitalität der Bäume zu achten. Im Anschluss an die Baumschau werden die erkannten Defizite durch fachgerechte Pflegemaßnahmen und letztlich auch durch Fällung beseitigt.

 

 

Neupflanzung von Bäumen

Die durch Fällungen entstehenden Lücken werden durch Jungbäume ersetzt. Auch bei städtischen Bauprojekten wird auf den Ersatz wegfallender Bäume geachtet, und möglichst neue Baumstandorte hinzugefügt.

 

Ahorn ist die häufigste Straßenbaumart

Spitzahorn ist mit 12% die häufigste Baumart, gefolgt von Platanen 7%, Kirschen 6%, Hainbuchen 6%, Bergahorn 5%, Winterlinden, 5%, Eschen 5%, Feldahorn 4 %, sonstige Linden 4%.  Die früher noch häufigen Ulmen und Eschen sind durch Krankheitserreger geschädigt und verschwinden zunehmend aus dem Straßenbild.

 

Bemerkenswertes zu Bäumen

Der städtische Baumbestand besteht aus 169 verschiedenen Baumarten und Sorten.

Die größten Bäume sind die beiden Platanen neben dem Billet'schen Schlösschen am Mühlbach mit 650 und 640 cm Stammumfang und einer Höhe von 35 m, die Platanen auf der Stadtmauer im Vinzentiusgarten, von denen die größte über 500 cm Umfang hat, dann die 6 Platanen zwischen der Gewerbeschule an der Moltkestraße und dem Alten Friedhof, die einen durchschnittlichen Stammumfang von 400 cm haben, wobei die nördlichste Platane die größte ist und über 460 cm in einem Meter Höhe misst.

Der schönste Baum ist wohl die Blutbuche im Park der Villa Bauer. Eindrucksvoll ist er schon, wenn im Februar/März die Scilla (Blaustern) als blauer Teppich unter dem noch kahlen Baum blühen. Dicht gefolgt von dem großen Wasserbirnbaum beim Stadtteil- und Familienzentrum Oststadt in der Grimmelshausenstraße, einer der größten Birnbäume in der Region überhaupt.

Die häufigste Baumart ist der Spitzahorn mit 1139 Exemplaren, gefolgt von Platane 631, Hainbuche 532, Bergahorn 454, Winderlinde 432, Feldahorn 355, Linde 305 Exemplaren.

Die exotischsten Bäume sind die Araukarie und der Urweltmammutbaum bei der Villa Bauer, der Mammutbaum im Zwingerpark und der Gingko im Rosengarten,

Der vielfältigste Baumbestand steht im Bürgerpark und im anschließenden Zwingerpark entlang der Stadtmauer.

Der romantischste Baumbestand erschließt sich bei einem Rundgang entlang der Stadtmauer mit Abstechern in den Bürgerpark, in den Vinzentiusgarten und auf den Ölberg.

Die stattlichsten Baumbestände stehen in der Gustav-Ree-Anlage entlang des Bahngrabens, bei der Dreifaltigkeitskirche, am Ölberg, im Alten Friedhof, auf der Lindenhöhe und entlang der Schwarzwaldbahn.

Die längste Baumreihe mit 2.9 km Länge steht entlang der Moltkestraße. Eine beeindruckende Allee aus Platanen mit 360 m Länge befindet sich im Unteren Angel. Eine 1.2 km lange Reihe aus stattlichen alten Birnbäumen zieht sich an der Schwarzwaldbahn entlang, lediglich unterbrochen durch den zwischenzeitlich erbauten Bahnhaltepunkt.

Die bedauerlichsten Verluste der letzten Jahre sind die Blutbuche nördlich der Villa Bauer, die drei Platenen auf der Stadtmauer im Vinzentiusgarten und die Roteiche am Bahngraben.

Die jüngsten Baumbestände sind die jährlichen 100-110 Ersatzpflanzungen für gefällte Bäume sowie die bei Projekten und Neubaugebieten zusätzlich gepflanzten Jungbäume. 

Der größte Aufwand entsteht mittlerweile durch das Wässern der Jungbäume der letzten fünf Jahre, verursacht durch die langen Trockenperioden infolge des Klimawandels. Die zunehmende Trockenheit verursacht auch das verstärkte Absterben vieler Äste und ganzer Bäume, die dann entnommenw erden müssen. Die ein-bis zweimal pro Jahr notwendige aufwändige Zusatzkontrolle der Platanen auf die Massaria-Pilzerkrankung dürfte auch eine Folge des Klimawandels sein.

 

 

 
Ansprechpartner