Beschreibung der Sanierung

Wie war der Bauablauf?

 

Im Rahmen der Baumaßnahme wurden folgende Sanierungsarbeiten ausgeführt:

  • Profilierung der Altablagerung durch Umlagerung von ca. 450.000 m³ Boden aus der angrenzenden Erdaushubdeponie zur Herstellung einer geeigneten Oberfläche und der erforderlichen Mindestgefälle für eine ordnungsgemäße Entwässerung
  • Herstellen einer aktiven Entgasung (Horizontalentgasung) mittels spezieller Gasrigolen und Absaugung von Deponiegas über zunächst ca. 12 Monate
  • Aufbringen der speziellen Oberflächenabdichtung auf einer Fläche von 84.000 m², im Regelfall bestehend aus folgenden Schichten (Aufbau von unten nach oben):
  • 10 cm Sand 0/8 als Ausgleichsschicht über dem Profilierungskörper und Auflager für das Abdichtungssystem
  • 2,5 mm Kunststoffdichtungsbahn (KDB) der Fa. Agru als Abdichtungselement mit einer speziellen Zulassung durch die Bundesanstalt für Materialforschung (BAM)
  • Geosynthetische Dränagematte, Typ Enkadrain der Fa. Colbond als Entwässerungselement
  • 15 cm Sandschicht 0/45 als zusätzliche mineralische Entwässerungsschicht und Schutzschicht für die KDB
  • Geosynthetisches Trennvlies
  • Aufbringen einer 50 cm dicken Rekultivierungsschicht in den flacheren Bereichen, 200 cm im Steilbereich
  • Herstellen eines Entwässerungssystems bestehend aus Gräben und Rückhaltebecken
  • Begrünung der abgedichteten Altablagerung durch eine spezielle Ansaat zur Minimierung von Erosionsschäden

Ursprünglich war vorgesehen, die oben genannten Sanierungsarbeiten bis Ende 2006 abzuschließen. Ein von einem unterliegenden Bieter letztendlich erfolglos angestrengtes Nachprüfungsverfahren und ein längerer Baustillstand auf Grund der schlechten Witterung im Sommer 2006 führten jedoch unausweichlich zu einer Bauzeitenverlängerung. Auf Grund der besonders hohen Witterungsabhängigkeit im Deponiebau konnten die Arbeiten erst im April 2007 wieder beginnen und endgültig Ende August 2007 abgeschlossen werden.


Wie wird rekultiviert?

Im Zuge der weiteren Rekultivierungsarbeiten, die nicht mehr im Rahmen der Sanierungsbaumaßnahme, sondern in eigener Regie des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft des Landratsamtes Ortenaukreis sowie des Amtes für Waldwirtschaft beim Ortenaukreis erfolgen sollen, wird in den flacheren Bereichen der abgedichteten Oberfläche die Schichtstärke der Rekultivierungsschicht von 50 cm auf 270 cm erhöht werden, um darauf durch Aufforstung neuen Wald zu entwickeln. Dazu sind auf der Fläche noch mindestens 150.000 m³ unbelasteter Erdaushub als Rekultivierungsboden einzubauen.

 

Der Sanierungsbericht steht hier zum Download zur Verfügung.
 

Sanierungskosten...

 

Was bleibt noch zu tun?

 
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