Buchmesse Leipzig 2012

Europäischer Übersetzerpreis Offenburg mit wichtiger Botschafterfunktion für Literaturübersetzer auf der Leipziger Buchmesse 2012

Einstündiger TV-Live-Talk mit Christina Viragh und Hanns Grössel bei erlesen.TV


Die Leipziger Buchmesse, zweitälteste Buchmesse der Welt, hat es auch dieses Jahr wieder geschafft, Publikum wie Aussteller innerhalb der Messe, aber auch vor den Messetoren in ihren Bann zu ziehen. 163.500 Besucher durchforsteten vom 15. bis 18. März auf 69.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche der Leipziger Buchmesse 2012 nach dem spannendsten, erfolgreichsten oder einfach nur dem schönsten Buch.

Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr wieder die Verleihung der drei Buchpreise der Messe, darunter auch der Preis für die beste Übersetzung des Jahres. Dass in diesem wichtigen Literaturmetier jedoch die Stadt Offenburg einen Schritt voraus war, konnte weder Leipzig noch Offenburg im Voraus ahnen.

Sowohl die Jury des Europäischen Übersetzerpreises Offenburg als auch die Jury des Übersetzerpreises der Leipziger Buchmesse hatten sich von Christina Viraghs grandioser Übersetzung von Péter Nádas´ Jahrhundertwerk „Parallelgeschichten“ überzeugen lassen.


Die Jury des Europäischen Übersetzerpreises legte sich allerdings im Sommer 2011 bereits fest und verkündete die Kür Viraghs als Hauptpreisträgerin des Europäischen Übersetzerpreises Offenburg 2012 noch einen Tag vor der Leipziger Buchmesse.

Es gelang Offenburgs Kulturamtschef Simon Moser Christina Viragh, die Förderpreisträgerin Agnes Relle, Hoffmann und Campe Verlagschef Günter Berg sowie den Preisträger 2010, Hanns Grössel, bereits am Mittag des Eröffnungstages der Leipziger Buchmesse in einer einstündigen TV-Live-Talkrunde auf der Ausgezeichnet!-Lesebühne – die vom Verlagsbüro Philipp in Kooperation mit der Leipziger Buchmesse und „erlesen.tv“ durchgeführt wurde – dem interessierten Publikum zu präsentieren.

 

 

Moderiert von Moser, entwickelte sich eine außergewöhnliche Diskussion über die enorme Leistung der Literaturübersetzer als wichtige Motoren eines grenzüberschreitenden Kulturverständnisses.

Auch Fragen über eine leistungsadäquate Honorierung der Übersetzer oder das nicht immer reibungslose Verhältnis des deutschen Verlagswesens zur Übersetzerszene wurde in der spannenden Veranstaltung thematisiert.

 
Einig waren sich alle darüber, dass Auszeichnungen wie der Europäische Übersetzerpreis und die der Leipziger Buchmesse wichtige Botschafterfunktionen innehaben, die Leistungen von Literatur- und Lyrikübersetzern in einen öffentlich wirksamen Fokus zu rücken. „Mit dem Europäischen Übersetzerpreis Offenburg wird international ein wichtiges Signal für herausragende Übersetzer ausgesandt. Er ist eine Würdigung unserer Arbeit weit über Deutschland hinaus. Er steht vor allen für eine Kulturleistung, die nur selten öffentlich Beachtung findet“, so ein Statement Hanns Grössels, Übersetzer des Literaturnobelpreisträgers Tomas Tranströmer, in der Offenburger Literaturrunde auf der Leipziger Buchmesse.