9. November | 2019

 
So | 10.11.2019 | 11 Uhr | Salmen
Gedenken Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 2019
 
nicht von hier irgendwo
 
Anlässlich des 81. Jahrestages der Reichspogromnacht lädt Sie die Stadt Offenburg gemeinsam mit dem „Arbeitskreis 9. November“ am Sonntag, den 10. November 2019 zum Recherchestück nicht von hier irgendwo des Theaterkollaborativs Futur II Konjunktiv ein.

Gemeinsam mit Ihnen wollen wir uns im Salmen den Ereignissen des 9. und 10. November 1938 annähern. Bitte beachten Sie, dass die Gedenkveranstaltung aufgrund des jüdischen Ruhetages Sabbath dieses Jahr nicht am 09. November stattfindet.
 
Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird bis zum 04. November 2019 hier oder fb.kultur@offenburg.de oder Tel. 0781 82 22 98 gebeten.
 
Veranstalter: Arbeitskreis 9.November in Kooperation mit der Stadt Offenburg, Fachbereich Kultur.
 
Eine weitere Vorstellung, auch für Schulen,  findet am Montag, 11. November um 10 Uhr im Salmen statt. Interessierte können sich direkt an das Kulturbüro Offenburg, kulturbuero@offenburg.de, Tel. 0781 82 22 86 wenden.
 

 „nicht von hier irgendwo“ vom Theaterkollaborativ Futur II Konjunktiv

Mit Alexandra Finder, Friedericke Miller sowie mit dem aus Offenburg stammenden Schauspieler Johannes Suhm. Recherche, Text, Regie: Matthias Naumann, Johannes Wenzel

„nicht von hier irgendwo“ spiegelt die ersten Jahre nach der Shoah, als sich viele der jüdischen Überlebenden ausgerechnet in Deutschland, zumeist in den westlichen Besatzungszonen, wiederfanden. Als „Displaced Persons“ strandeten sie 1945, unmittelbar nach dem Krieg, in sogenannten DP-Camps, z.B. in Zeilsheim bei Frankfurt oder Föhrenwald bei München, das erst 1957 seine Tore schloss. Nach grausamen Jahren der Verfolgung, Zwangsarbeit oder KZ hatten diese Menschen zwar nun die Möglichkeit, ihr Leben wieder selbst zu entwerfen, doch sahen sie sich völlig mittellos – bis auf ihre Erfahrungen, Bildung und Kenntnisse – der Situation der Staatenlosigkeit gegenüber. Nachgerade Flüchtlinge in diesem „Nicht-Land“ Deutschland, vor dem sie kürzlich erst gerettet wurden...

Eine Einreise in ein anderes Land war oft entweder gar nicht oder nur auf illegalen Wegen möglich. Eine Zeit, ein Leben der Widersprüche, des Dazwischen, der Suche nach einer Identität zwischen jüdischen Traditionen und alltäglicher Realität, der Hoffnung auf einen neuen Lebensort, gar auf eine Zukunft. „nicht von hier irgendwo“ gibt diesen Menschen eine Stimme, ein Gesicht. Aus historischen Überlieferungen kristallisieren sich persönliche Erfahrungen, individuelle Wünsche und Vorstellungen. Aus Berichten und Dokumenten entsteht in performativer, theatraler Form ein vielstimmiges, sehr persönlich gefärbtes Mosaik.

Ausführliche Informationen zum Stück finden Sie hier:
https://futur-ii-konjunktiv.de/nicht-von-hier-irgendwo

 

Gefördert durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“