Sanierungsgebiet "Bahnhof-Schlachthof"

 
Seit April 2019 gibt es das Sanierungsgebiet "Bahnhof-Schlachthof". In den folgenden 10 Jahren sollen die Areale rund um den Bahnhof sowie rund um den Schlachthof städtebaulich aufgewertet werden.
 
Das Land Baden-Württemberg fördert die städtebauliche Erneuerungsmaßnahme in dem Programm „Sozialer Zusammenhalt“ (SZP). Der Stadt Offenburg wird zur Sanierung 1 Million Euro Finanzhilfe zur Verfügung gestellt.
 
 
 
 
Weitere Informationen zum Programm Soziale Stadt/Sozialer Zusammenhalt finden Sie auf dem Internetauftritt des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI).
 
Das Sanierungsgebiet "Bahnhof-Schlachthof" erstreckt sich über weite Teile der Stadt.
 
 Quelle:  Stadt Offenburg
 
 
Für das Sanierungsgebiet "Bahnhof-Schlachthof" wurden folgende Sanierungsziele festgehalten:
 

Städtebauliche Ziele

  • Neuordnung und Neugestaltung des Bahnhofs und seines Umfelds inklusive des Zentralen Omnibusbahnhofs (kurz: ZOB) - der Bahnhof soll zum attraktiven Eingangstor der Stadt werden
  • Erhalt des historischen Bahnhofsgebäudes und Reaktivierung der leerstehenden Flächen
  • Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudebestandes am Schlachthof
  • der Schlachthof soll zu einem attraktiven Zentrum für die Kultur- und Kreativschaffenden der Stadt sowie auch für die gesamte Bürgerschaft werden; ein urbanes Element im Quartier mit Ausstrahlung über das Quartier hinaus
  • Quartiersentwicklung für das Schlachthofareal und angrenzende Gebiete mit Schaffung einer kleinteiligen Mischung und engen Verzahnung von nicht störendem Gewerbe, Kreativ- und Kulturwirtschaft sowie sozialen Einrichtungen
  • Stärkung der Innenstadt als Zentrum zum Arbeiten, Wohnen und Einkaufen
  • Weiterentwicklung der Hauptstraße als einladende Verbindung zwischen Bahnhof und Einkaufsinnenstadt und Entwicklung eines attraktiven Quartiers zwischen Hauptstraße, Unionrampe und Rée-Carré
  • Berücksichtigung des Einzelhandelskonzepts und Vergnügungsstätten-Konzepts der Stadt Offenburg
  • Aufwertung und Nutzbarmachung von mindergenutzten Flächen und Entwicklungspotenzialen
  • Nutzung von Innenentwicklungspotenzialen durch Neubau und Nachverdichtung
  • Umnutzung temporär genutzter Flächen durch standortgerechte Nutzungen
  • Erhalt und Sanierung des Gebäudebestandes, auch im Hinblick auf die Energieeffizienz
  • Aufwertung und Neugestaltung der Randbereiche an der Freiburger Straße sowie Sicherung vorhandener Wohnnutzungen
  • Korrektur der städtebaulichen Struktur durch Ersetzen von fehlenden Raumkanten
 

Ziele für Grün-, Frei und Aufenthaltsflächen

  • Verbesserung des Stadtklimas, Steigerung der Biodiversität
  • Entsieglung und Begrünung öffentlicher und privater Bereiche
  • Aufwertung und Nutzbarmachung vorhandener Grün-, Frei- und Aufenthaltsflächen zu einladenden und multifunktionalen Aufenthaltsräumen für Mensch und Tier sowie Entwicklung zusätzlicher Flächen
  • Erhöhung der Aufenthaltsqualität, Schaffung und Aktivierung von Räumen für Naherholung und Freizeitgestaltung unterschiedlicher Zielgruppen
  • Erhalt und Aufwertung von Bestandsräumen
  • attraktivere Gestaltung der Erschließungs- und Freiflächen sowie privater Flächen
  • Wasser an Kinzig, Mühlbach und Waldbach zum erlebbaren Element machen
  • punktuelle Zugänglichkeit bzw. Nutzung der Uferbereiche stärken
 

Ziele für Verkehr und Mobilität

  • Entlastung des Gebietes durch Vermeidung bzw. Verringerung des Durchgangsverkehrs
  • Befreiung des Bahnhofsbereichs vom Durchgangsverkehr unter gleichzeitigem Erhalt seiner guten Erreichbarkeit
  • Entzerrung der Verkehrsströme mit Vorrangbereichen bestimmter Verkehrsgruppen
  • Verbesserung der Verknüpfung verschiedener Verkehrsträger im Bahnhofsbereich (z.B. Umgestaltung ZOB, Verbesserung Parkraumangebot, Einrichtung einer Mobilitätszentrale)
  • Ausbau der Barrierefreiheit sowie der Leitsysteme in zentralen Bereichen
  • Ausbau des Fuß- und Radverkehrsnetzes
  • Stärkung der Fuß- und Radverkehrswegebeziehungen zwischen den Stadteilen und in die Naherholungsbereiche
 

Soziale Ziele

  • Erhalt der sozialen Durchmischung
  • Begegnung und gutes Miteinander von unterschiedlichen Bewohner- und Nutzergruppen erhalten, schaffen und fördern
  • Erhalt und Schaffung von bezahlbarem Wohnraum
  • Sanierung des Wohnraumbestands für und mit Quartiersbewohnern unter der Berücksichtigung bezahlbarer Mieten
  • Entzerrung von Standorten von sozialen Einrichtungen mit Nutzungskonflikten
  • Schaffung von fehlenden Quartierseinrichtungen
  • Schaffung von Begegnungs- und Aufenthaltsorten für die Bewohnerschaft
  • Schaffung von Aufenthaltsorten und Räumen für Jugendliche
  • Schaffung von zusätzlichen Kita-Plätzen
  • Nutzung der Freiraum- und Grünpotenziale für die Quartiersbevölkerung
  • Schaffung von Bereichen zur Naherholung und aktiven Freizeitgestaltung
  • Schaffung von Quartiersplätzen und Räumen für unterschiedliche Zielgruppen
  • Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Wohnumfeld
 
 
Sie möchten sich über aktuelle Veranstaltungen im Sanierungsgebiet informieren oder sich selbst mit Ihren Ideen und Interessen in das Sanierungsverfahren einbringen?
Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Mitmachen und Beteiligen.
 
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Mehr Informationen hierzu unter Info-Tanke und Quartiersmanagement
 
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