Touristinfo

Das Wasserwerk

1821 baten die Holzhändler Ziegler und Co. um die Erlaubnis, eine Sägmühle am Mühlbach errichten zu dürfen. 1830 war Sägmüller Armbruster Besitzer des Unternehmens, zu dem inzwischen Sägeteich, Floßkanal und Holzlagerplatz gehörten.

1839 baute er gegenüber der Säge außerdem eine Getreidemühle. Die Stadt erwarb 1886 diese Mahlmühle (das alte Wasserwerksgebäude) zur Erstellung eines Pumpwerks für die öffentliche Wasserversorgung. Das hölzerne Mühlrad wurde durch eine Turbine ersetzt und der Betriebsstrom für die Wasserpumpen aus dem Mühlbach gewonnen. Aus zunächst drei Brunnen von 18,5 Meter Tiefe und 2,5 Meter Durchmesser wurde 1899 ein "ausgezeichnetes Trink- und Brauchwasser" gefördert. Für den Notfall stand eine "25-pferdige Dampfmaschine mit Kessel- und Schornsteinanlage" bereit.

Die angrenzenden Felder wurden bis 1930 noch mit Jauche gedüngt. Daraus wanderten Bakterien in die Tiefe und gefährdeten das Trinkwasser. Neue Brunnen und die Festlegung einer Schutzzone, in der Jauche nicht verwendet werden durfte, sorgten zunächst für Abhilfe.

Auch die Sägemühle wurde 1891 von der Stadt erworben und als städtisches Sägewerk weitergeführt. Der Betrieb in den vernachlässigten Anlagen war aber nicht rentabel. 1905 erfolgte deshalb der Abbruch. 

 Quelle:  Stadt Offenburg
Das alte Wasserwerk - heute Pfadfinderheim.
 Quelle:  Stadt Offenburg
Das neue Offenburger Wasserwerk.
 Quelle:  Stadt Offenburg
Wehr beim alten Wasserwerk.