Die Kirche

 Quelle:  Stadt Offenburg

Die Kirche ist flachgedeckt, mit gerade abschließendem Chor- und Kreuzgradgewölbe. In der Krypta unterhalb des Kirchenraumes befinden sich die Grabstätten der Kapuzinermönche, die man durch einen mit einer Steinplatte verdeckten Einstieg in der sogenannten Beichtkapelle erreicht.

 

Die frühbarocken Altäre besitzen gut erhaltene Gemälde. Das Hochaltarbild stellt wahrscheinlich den Heiligen Matthias dar. Vermutlich aus dem Jahr 1650 stammt das oberste Bild des Altars mit dem Kardinal Karl Borromäus.

 

Auf dem linken Seitenaltar sehen wir die Geburt Christi vor dem Hintergrund einer Stadtkulisse und auf dem rechten Seitenaltar den Heiligen Antonius von Padua mit mit dem Jesuskind. Beide sind ebenfalls um das Jahr 1650 entstanden.

 

Zwei weitere Ölgemälde befinden sich rechts und links von der aus verschiedenfarbigen Hölzern zusammengesetzten Kanzel im Empirestil. Auf ihnen sind Maria Magdalena und der Heilige Petrus abgebildet. Beide Gemälde stammen von Ignaz Schilling aus Villingen und tragen die Jahreszahl 1773.

 

Die Orgel ist ein Werk des Meisters Matthias Martin. Wahrscheinlich auf Allerheiligen 1822 vollendet, gilt sie mit den heute noch vorhandenen historischen Schleifladen als dessen bedeutendstes Spätwerk. Zwischen den Jahren 1875 und 1885 erfolgte ein technischer und klanglicher Umbau durch die Firma H. Voit in Durlach.

 

Nach dem letzten Weltkrieg erwies sich eine grundlegende Restaurierung der Kirche als dringend notwendig, besonders weil sich im Jahre 1955 als Folge früherer Kriegsschäden der Altarraum plötzlich zu einem ein bis zwei Meter tiefen Loch senkte. Die Arbeiten begannen Anfang 1963 und waren an Ostern 1964 im wesentlichen vollendet.

 

Ergänzend dazu wurde noch im Laufe desselben Jahres die Orgel durch die Orgelbauwerkstätte Firma Ernest Mühleisen (Straßburg) spielbar gemacht. Anfang 1967 erhielt die Beichtkapelle drei neue Fenster nach dem Entwurf des Kunstmalers Harry MacLean (Heidelberg). Der Offenburger Kunstschreinermeister Otto Wörner überarbeitete sämtliche Holzteile, die Kunstwerkstatt der Gebrüder Mezger (Überlingen) renovierte die Gemälde.