Ehemaliges Ausbesserungswerk

Offenburg als Bahnknotenpunkt war früher „Eisenbahnerstadt" und Standort eines großen Eisenbahn-Ausbesserungswerks. Unter anderem durch die Umstellung von Dampf- auf Elektrobetrieb und damit einhergehenden geringeren Wartungsaufwand ging die Auslastung des Werks zurück, 1992 wurde das Werk schließlich geschlossen.


In den Folgejahren suchte die Deutsche Bahn als Eigentümer mit Unterstützung der Stadt nach einer wirtschaftlich tragfähigen neuen Nutzung für das Gelände mit seinen erhaltenswerten Gebäuden. Besonders für die großen Hallen stellte es sich jedoch als schwierig heraus, eine wirtschaftlich tragfähige neue Nutzung zu finden.


1997 wurde in einem Teilbereich ein Briefzentrum der Deutschen Post AG errichtet. Zeitweise war daran gedacht, auf weiteren Flächen die neue Justizvollzugsanstalt zu errichten, wovon jedoch später Abstand genommen wurde. Schließlich fielen zwei Hallen Brandstiftern zum Opfer.


Angesichts der Schwierigkeiten, eine neue Nutzung für diese Industriebrache zu finden, war es sehr erfreulich, dass im Jahr 2004 das Unternehmen Burda bei der Suche nach einem Standort für ein neues Druckzentrum auf das ehemalige Ausbesserungswerk aufmerksam wurde. Nach intensiven Verhandlungen zwischen Burda, Bahn und Stadt konnte dort in kurzer Zeit das Druckzentrum errichtet werden. Hierfür wurde zwar der Abbruch der historischen Hallen erforderlich, dafür konnte jedoch eine schon lange brachliegende und nur schwer wieder zu revitalisierende Brache endlich einer neuen Nutzung zugeführt werden.


Erhalten werden konnten das Pförtnerhaus des ehemaligen Ausbesserungswerks, das sich in Privateigentum befindet, und das sogenannte „Kesselhaus", das frühere Elektrizitätswerk, das zunächst durch die Stadt zwischen erworben wurde und jetzt nach einem denkmalgerechten Umbau einem örtliches Unternehmen als Firmensitz dient.

 

 

 
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