Einhorn-Apotheke

 Quelle:  Stadt Offenburg

Gut gegliederter, langgestreckter Bau mit einem mächtigen, mehrfach abgeteilten Volutengiebel, der in drei konkaven Einziehungen aufwärtsstrebt und in seinen Absätzen zwei Vasen und ein Einhorn trägt. Das Obergeschoss ziert ein reicher schmiedeeisener Balkon aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.

An der Traufseite zur Kreuzkirchstraße ist das Erdgeschoss durch Vergrößerungen der Fenster und Einbau einer Ladentür verändert. In der rückwärtigen Hälfte dieser Seite befindet sich ein rundbogiges Sandsteintor, mit der Jahreszahl 1772 im Scheitelstein.

Der heutige Barockbau entstand in zwei Bauabschnitten auf den gotischen Grundmauern des 1689 abgebrannten Hauses: der vordere Gebäudeteil aus dem Jahre 1720 und das hintere Drittel von 1772. Ein gotisches Sandsteinfenster ist noch an der Straßenseite zur Kreuzkirchstraße eingemauert.

Das Haus besitzt zweigeschossige Böden und Keller, deren zugemauerte Eingänge wahrscheinlich zu unterirdischen Wehrgängen der alten Stadtbefestigung führen. Bei der Renovierung 1975 wurden Teile anderer abgerissener historischer Bauten sinnvoll verwendet. So fanden ein Barocktreppengeländer, eine Barocktür mit Schmiedeeisen und ein geschmiedetes Oberlichtgitter einen neuen Platz im Hausinnern.