Festredner 2012

Péter Nádas wurde 1942 in Budapest geboren und gehört zu den renommiertesten Autoren der ungarischen Literatur. Zunächst studierte er Chemie, arbeitete als Retuscheur, Fotograf und Fotoreporter und trat 1965 als Schriftsteller erstmals in Erscheinung.

1981 lebte er für ein Jahr auf Einladung des DAAD in West-Berlin. Seine Bücher beschäftigen sich hauptsächlich mit der Situation im kommunistischen Ungarn und waren durch die Zensur bis 1977 verboten. Sein erster Roman „Ende eines Familienromans“ erschien im gleichen Jahr. Es folgte 1985 der 1.300 Seiten umfassende Roman „Buch der Erinnerung“, an dem er seit 1973 arbeitete.

Péter Nádas wohnt und arbeitet heute in Budapest und in Gombosszeg. Sein Opus maximus erschien 2005. 18 Jahre arbeitete er an „Parallelgeschichten“, in denen die Geschichte einer ungarischen und einer deutschen Familie anhand scheinbar zusammenhangloser Episoden durch das 20. Jahrhundert nachgezeichnet wird.

In der Übersetzung von Christina Viragh wird dieses Werk erstmals in deutscher Sprache erscheinen.

Hochdekoriert durch Auszeichnungen wie Österreichischer Staatspreis für Europäische Literatur (1991), Kossuth-Preis (1992), Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung (1995) oder Franz-Kafka-Literaturpreis (2003).