Flüchtlingshilfe-FILM

Quelle: Stadt Offenburg

 
 
Mehrere hundert Freiwillige engagieren sich in Offenburg in der Flüchtlingshilfe.

 

Den Helferinnen und Helfern ist dieser Film gewidmet

 
 

In einer Feierstunde hat Oberbürgermeisterin Edith Schreiner am Samstag den ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern gedankt. Rund 300 Gäste waren in den Salmensaal gekommen. Anschließend waren sie von der Stadt zum Freiheitshock eingeladen.  

 

»Es war uns lange ein Anliegen, ehrenamtlich engagierten Helferinnen und Helfern in der Flüchtlingsarbeit ein ganz herzliches Dankeschön zu sagen.« So begrüßte Oberbürgermeisterin Edith Schreiner am Vorabend des Freiheitsfestes rund 300 Gäste im Salmensaal. Sie alle hätten durch ihr starkes ehrenamtliches Engagement dazu beigetragen, dass Offenburg diese große Herausforderung bislang bestehen konnte. 

»In den vergangenen Monaten sind viele Menschen nach langer und oft gefährlicher Flucht bei uns in Offenburg in der Hoffnung auf ein neues Leben und eine neue Zukunft angekommen«, führte Schreiner aus. Und lange zuvor hätten Stadtverwaltung, insbesondere die Integrationsstelle mit Regina Wolf, sowie das Landratsamt Ortenaukreis zusammen mit unzähligen Einrichtungen und Organisationen ein Netz geknüpft, das bis heute in vielfältiger Weise Hilfe, Beratung und Unterstützung zur Verfügung stelle. 

Man könnte auch einfach sagen, die rund 250 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer packen mit Wärme und Mitgefühl zu, sehen, was vor Ort und zur rechten Zeit nötig ist. Hilfsinitiativen bestehen seit über einem Jahr als freie Gruppen, manchmal aus Einzelpersonen. Kirchen- und  Moscheen-Gemeinden, Nachbarschaftsprojekte, Sport- und Kultur- oder sonstige Vereine engagieren sich in der Flüchtlingshilfe je nach Charakter und Auftrag der Einrichtung. 

In einem Filmbeitrag von Ferdinand Vögele von Mittelbadische-Presse.TV wurden Projekte gezeigt, die veranschaulichten, wie viele Ideen in der lokalen Flüchtlingsarbeit umgesetzt werden. Eine zum Beispiel ist die Fahrradwerkstatt mit Nicola und Helmut Kiefer. Andere Gruppierungen übernehmen die Betreuung von Flüchtlingskindern. Es sind Patenschaften für Familien entstanden. 

Das Fußballprojekt von Tesa ermöglicht es jungen Flüchtlingen, auf dem DJK-Platz zu kicken, die Flüchtlingshilfe Rebland ist eine der größeren Gruppen, die sich um Alltagsbewältigung kümmert. Zwei Klosterfrauen geben Sprachunterricht, mehrere Orte der Begegnung und des Austauschs existieren, wie Begegnungs-Café oder Café International. Kleiderkammer, Handarbeitskreis, »Zuflucht für Gambier«, Begleitung bei Wohnungssuche oder zum Arzt, gemeinsame Gartenpflege rund um die Unterkunft sind Aktivitäten der Ehrenamtlichen. »Ich denke, nein, ich bin sicher, dass die Deutschen freundlich sind«, sagte im Film ein junger Flüchtling. 

Noch ein langer Weg Dass es noch ein langer, mühevoller Weg ist, Integration gelingen zu lassen, dazu wird es weiterhin die hauptamtlich geförderte Hilfe brauchen, sah Schreiner. Sie und Bürgermeister Hans-Peter Kopp versicherten aber, dass eine Stadtgemeinschaft mit dem Ehrenamt ihrer Bürger stehe und falle. Auf der Bühne des Salmensaals nahmen für alle Helfer stellvertretend 17 Leute das Dankeschön der Stadt und des Gemeinderates an. Inhalt: das persönliche Dankschreiben der Oberbürgermeisterin, ein Kulturgutschein sowie Bons für Essen und Getränke beim Freiheitshock. Der war rund um den Salmen am Samstag bereits in vollem Gange. Die Feiergäste waren ohnehin durch die temperamentvolle Tanzeinlage von sieben Südamerikanerinnen aufs Festeln eingestimmt. 

Der Dank der Stadt kam bei den Ehrenamtlichen gut an, er bedeute auch eine Stärkung, die oft ungewöhnliche Arbeit mit Menschen einer anderen Kultur zu schaffen, die zudem häufig mit einem Paket voller Sorgen, mit Erfahrung von Leid und Not belastet, nun versuchen müssen, sich zurechtzufinden. Viele Menschen sind traumatisiert, wurde im Filmbeitrag angesprochen.  Aber, »wir geben ja nicht nur«, hatte Nicola Kiefer im Film versichert, »wir bekommen viel zurück«.

 

Autor:
Ursula Groß