Freiheitsstadt Offenburg



Offenburg versteht sich heute als „Freiheitsstadt“, denn die mittelbadische Stadt war vor über 160 Jahren ein bedeutendes revolutionäres Aktionszentrum der badischen Demokratiebewegung von 1848/49. Die drei wichtigsten demokratischen Volksversammlungen Badens fanden 1847, 1848 und 1849 in Offenburg statt.
 
Mit der heutigen Kultur- und Erinnerungsstätte Salmen befindet sich in Offenburg eine Wiege der Demokratie in Deutschland. Es ist das Offenburger Freiheitsdenkmal!

Am 12. September 1847 versammelten sich im Gasthaus Salmen um Friedrich Hecker und Gustav Struve die "entschiedenen Freunde der Verfassung". Diese verabschiedeten mit den Forderungen des Volkes in Baden das erste politische Programm in Deutschland, das die unveräußerlichen Menschenrechte einforderte. Es enthält wichtige Grundrechte wie das Recht auf persönliche Freiheit sowie Presse-, Gewissens- und Religionsfreiheit.

Die Erinnerung an die revolutionäre Zeit hat sich im kollektiven Gedächtnis Offenburgs bis heute erhalten. Zum 150. Gedenken an die Ereignisse feierte die Offenburger Bevölkerung im Jahr 1997 über drei Tage hinweg das Offenburger Freiheitsfest. Es erfährt alle zwei Jahre (in "geraden Jahren") eine Neuauflage.

Mit dem jährlich am 12. September stattfindenden Salmengespräch und dem Freiheitsfest wird an die Verabschiedung der 13 Forderungen des Volkes durch die "entschiedenen Freunde der Verfassung" erinnert. Das nächste Freiheitsfest wird am Sonntag, den 16. Spetember 2018 gefeiert.