Ganztagsbildung und -betreuung

In Offenburg gibt es vier gebundene Ganztagsgrundschulen, eine Gemeinschaftsschule und drei Ganztagswerkrealschulen in gebundener Form mit einem städtischen Betreuungs- und Bildungsangebot:

 

Übersicht Standorte und Ansprechpartner Ganztagsangebote

 

Einrichtung

 

Partnerschule

Ansprechpartner/in

Ganztagsbetreuungsteam Nord

 

Lorenz-Oken-Schule (GS)

Sommerfeldschule Windschläg (WRS)

Sevgi Lehmann

SFZ am Mühlbach

Astrid-Lindgren-Schule (GS & WRS)

 

Simone Heisch

SFZ Albersbösch

 

SFZ Uffhofen

 

Eichendorff-Schule (GS, GMS & WRS)

Philip Reichlin

 

Jörg Laessker

 

SFZ Stegermatt

Konrad-Adenauer-Schule (GS)

 

Simone Krippl

 

Ganztagsschulen sind Bildungs- und Lebensorte, an welchen Kinder und Jugendliche mehr Zeit zum Lernen aber auch für sinnvolle Freizeitgestaltung haben. Damit bieten sie besonders gute Voraussetzungen, um durch Fördermaßnahmen Defizite zu beheben, bzw. besondere Begabungen zu unterstützen und individuelle Förderung zu ermöglichen, die Ausbildungsfähigkeit zu fördern und soziale Kompetenzen zu vermitteln.

Zu den sozialpolitischen Zielen der Ganztagsschule gehört besonders die Chancengleichheit: Die soziale Herkunft soll möglichst keinen Einfluss auf die schulischen Erfolge und den weiteren beruflichen Lebensweg nehmen. Es soll ihnen eine faire und freie Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht werden. Die Ganztagsschule mit ihrem verlängerten Zeitrahmen, den differenzierteren Lerngelegenheiten und spezielle Förderangeboten unterstützt die Chancengleichheit für Kinder und Jugendliche unabhängig von sozialen oder natürlichen Merkmalen.

 

Ganztagsbetreuung in der Werkrealschule findet nach den Grundprinzipien der Jugendhilfe im System Schule und dem Lebensort Schule statt und richtet sich mit ihrem Aufsichts- und Betreuungsangebot an Schüler/innen der Werkrealschule, die sich in der Ganztagsschule wohlfühlen sollen und deren Bedürfnisse und Interessen insbesondere in der schulischen Freizeit berücksichtigt werden müssen.

Die Mitarbeiter/innen leisten Beziehungsarbeit und sind Ansprechpartner für die Schüler/innen, was ihnen die frühzeitige Problemerkennung und -bearbeitung ermöglicht. Freizeit- und Bildungsangebote (wie z.B. AG´s oder EBA) werden organisiert, koordiniert und durchgeführt, schulische Räume werden gestaltet und Rückzugsräume geschaffen.

 

Der Arbeitsschwerpunkt der Ganztagsbetreuung an Grundschulen liegt in der Gestaltung des Alltags der Schülerinnen und Schüler in der Ganztagsgrundschule. Unterricht und freizeitorientierte Angebote finden im Wechsel statt und beziehen sich aufeinander. Die Angebote sind so ausgerichtet, dass Schule zum Lern- und Lebensraum wird.

Die pädagogischen Fachkräfte sind Ansprech- und Austauschpartner für Schüler, Eltern und Lehrer in beratender und unterstützender Funktion. Es werden  pädagogische Angebote im musischen, kulturellen und sportlichen Bereich geplant und durchgeführt. Diese finden sowohl in den Räumen der Schule, als auch in den Räumen der entsprechenden Stadtteil- und Familienzentren statt.

 

Durch das Angebot der Ergänzenden Betreuung wird  vor bzw. nach der Schulzeit, am Freitagnachmittag sowie an 30 festgelegten Ferientagen eine zuverlässige Betreuung der Kinder gewährleistet.

In der Ganztagsschule sind Lehrer/innen und Erzieher/innen für die Kinder die Bezugspersonen, die sie abwechselnd über den Tag verteilt begleiten und fördern. Die Kinder machen in unterrichts- und freizeitorientierten Angeboten neue und wichtige Lernerfahrungen, während die Lehrer/innen und Erzieher/innen sowohl die Leistungen als auch die Persönlichkeit des Kindes ganzheitlich würdigen können. In der Selbstlernzeit werden die Kinder individuell gefördert und von Lehrer/innen und Erzieher/innen begleitet, wobei in den sozialpädagogischen Angeboten die Alltagsbildung im Vordergrund steht:

 

Kinder erwerben soziale Kompetenzen und erhalten eine Vielfalt von Anregungen, um ihre Fähigkeiten im kreativ-handwerklichen Bereich auszubauen. Die Kinder lernen an ihren Interessen orientiert auch spielerisch in Gruppen mit Kindern unterschiedlicher Herkunft. Vereine oder engagierte Menschen aus dem Sozialraum ergänzen das Angebot mit sportlichen, musischen oder künstlerischen Talenten. In Schülerkonferenzen beteiligen sich die Kinder an der Planung von Aktivitäten. Die Erfahrungen zeigen, dass die Kinder im Ganztag sehr gut zurechtkommen und Freude daran haben.  

Elterngespräche und Elternabende finden gemeinsam mit Lehrern und Erziehern statt. Die Erzieher können den Blick auf das Kind ergänzen und  „Türöffner“ bei der Elternarbeit sein da sie einen anderen Bezug zu Kinder und Eltern haben. Die Eltern werden am Alltag der Kinder über Info-Bücher/Hefte oder über direkte Gespräche beteiligt. Hausaufgaben gibt es in der Regel nicht mehr, kleine Zusatzaufgaben werden zur Übung noch mit nach Hause genommen. Die Beteiligung von Eltern an AG´s und gemeinsamen Aktivitäten wie Ausflügen oder Veranstaltungen ist willkommen und wird auch in Anspruch genommen. Die Eltern haben die Möglichkeit am Mittagessen in der Mensa teilzunehmen. 

 

Das Ganztagsschulangebot ist für die Familien ein verlässliches und kostenfreies Angebot, das den Eltern eine große Sicherheit verschafft. Sie wird in vielen Familien als große Entlastung empfunden. Darüber hinaus können Eltern individuell weitere ergänzende Betreuungsmöglichkeiten mit günstigen Gebühren in Anspruch nehmen.

Die pädagogischen Fachkräfte in der Ganztagsschule haben für die Schule eine neue Konzeption der Bildung und Betreuung entwickelt. Dazu gehört eine umfassende Sicht auf die gemeinsame pädagogische Arbeit, bei der es darum  geht,  die Kinder in all ihren Bedürfnissen sowie Stärken und Schwächen zu erkennen und sie individuell zu fördern. Die sozialpädagogischen Angebote sind in den Ganztag integriert und finden an Vor- und Nachmittagen statt. Durch die enge Zusammenarbeit haben alle pädagogischen Mitarbeiter in der Schule einen ganzheitlichen Blick auf die Kinder.

 

 
Ansprechpartner