Güterbahnhofareal an der Okenstraße

Die Bedeutung des früheren Güterbahnhofareals westlich der Okenstraße und nördlich der Rheinstraße für die Bahnverladung hat bereits seit längerem abgenommen. Nach und nach siedelten sich dort verschiedene Gewerbebetriebe als Mieter an, ohne dass das Areal jedoch aus der Widmung als Bahnfläche entlassen worden wäre oder eine öffentliche Erschließung erfolgt wäre. Größere Flächen lagen auch brach, die Stadteinfahrt an der Okenstraße war wenig attraktiv gestaltet. Im Süden des Gebiets befinden sich Wohngebäude und Kleingärten.


Nachdem das Areal von der Deutschen Bahn auf ihre Tochter Aurelis Real Estate übergegangen war, und nach dem Abschluss des städtebaulichen Rahmenvertrags im Jahr 2003 konnte eine Neuordnung und Entwicklung der Flächen vorbereitet werden. Planungsziel war dabei auch, bestehenden Gewerbebetrieben einen Erhalt am Standort zu ermöglichen und den Betrieb von Gleisanschlüssen weiter zu ermöglichen.


In einem ersten Schritt wurde für die Südhälfte des Areals durch das Planungsbüro Fahle ein städtebauliches Konzept aufgestellt und ein Bebauungsplanentwurf erarbeitet, der nach der Freistellung des Geländes durch das Eisenbahn-Bundesamt im Jahr 2010 rechtskräftig wurde.


Als erster Baustein der Gesamtentwicklung konnte ein großer Lebensmittelmarkt im Süden des Geländes im Rahmen einer Verlagerungsmaßnahme angesiedelt werden. Der Markt, der an seinem bisherigen Standort in nicht mehr zeitgemäßen Gebäuden ansässig war, konnte so an einem neuen Standort als Nahversorger für die Nordweststadt erhalten werden. Die Aurelis Real Estate hat hierfür als Erschließungsträger auf der Grundlage eines Erschließungsvertrags den Bau von zwei Straßenabschnitten und die Herrichtung der verlängerten Hauptstraße übernommen.


In 2010/11 wude ein Fachmarkt für Zoobedarf errichtet und die Erschließungsarbeiten durch die Aurelis weiter geführt. Die Erschließung des Bereichs Güterbahnhof-Süd konnte, bis auf ein Teilstück der Hauptstraße unmittelbar nördlich des Bahnhofs, jetzt abgeschlossen werden.


Die weitere Entwicklung des Gebiets im Rahmen des durch die Stadt beschlossenen Konzepts wird abhängig vom weiteren Ansiedlungsinteresse von Betrieben und dem Grundstücksverkauf durch die Aurelis sein.


Für den Bereich „Güterbahnhof-Nord" sind Bebauungsplanverfahren eingeleitet.