Haus Beck

 Quelle:  Stadt Offenburg

Spätbarockes Bürgerhaus aus dem 18. Jahrhundert (1760). Im ersten Obergeschoss läuft um die Schauseiten des Hauses ein auf profilierten Sandsteinkonsolen ruhender Balkon mit neuerem schmiedeeisernem Gitter. Die Seiten der Fassaden begrenzen Eckpilaster. In einer Nische steht die lebensgroße barocke Figur der Immaculata in ungefaßtem Sandstein. Eine einheitliche, reich profilierte Sandsteinrahmung umgibt alle Fenster. Zwischen dem ersten und zweiten Obergeschoss läuft ein flaches, um die Eckpilaster verkröpftes Sandsteinband. Im Erdgeschoss an der Metzgerstraße befindet sich über Sandsteinstufen der alte Eingang des Hauses, eine schmale Tür mit Oberlicht, im Sturz die Jahreszahl 1760. Der sehr hohe, steile Giebel mit drei zu zwei zu eins Fenstern neutralisiert die Wirkung des benachbarten Hauses Kaechelen. Der Baumeister soll ein namentlich nicht bekannter Zimmermann gewesen sein. Wenn diese Aussage auch nicht beweisbar ist, so spricht doch der prächtige Dachstuhl - zusammen mit dem der Kreuzkirche wohl die kunstvollste Konstruktion dieser Art in Offenburg - für ihr Richtigkeit.

1908 erfuhr das Haus eine sorgfältige Renovierung. Der Ladeneinbau im Erdgeschoss ist schlicht und unauffällig und ein gutes Beispiel dafür, dass attraktive Geschäfte ohne die Gesamtproportion zerstörende Schaufensterflächen denkbar sind.

Zusammen mit dem in der gleichen Häuserzeile stehenden Haus Battiany ist das Beck'sche Haus das bedeutendste Bürgerhaus in Offenburg. Daneben stand das bescheidene, durch seine Gesamtproportion für die Straßenfront aber wichtige Wohnhaus Hauptstraße 61, das 1964 durch einen Neubau ersetzt wurde.

Ganz in der Nähe befindet sich das alte und renommierte Hotel Drei Könige, dessen Saal lange Zeit ein Mittelpunkt im kulturellen Leben Offenburgs war.