Historisch bedeutsame Personen, Ereignisse und Bauwerke in Offenburg

Im Jahr 2004 beschloss der Kulturausschuss die Erneuerung und Erweiterung der historischen Beschilderung in Offenburg. Nach und nach sollten die bisherigen grauen Plexiglassschilder durch neue ersetzt werden, da viele Inhalte nicht mehr dem aktuellen Forschungsstand entsprachen.



Inzwischen zieren 44 Schilder die Offenburger Innenstadt. Für die Themengruppen Bauwerke, Ereignisse und Persönlichkeiten gibt es ein einheitliches Emaille-Schild in Grau-Rot, das neben dem deutschen Text auch eine Übersetzung ins Französische enthält.

Das Stadtarchiv und die Untere Denkmalschutzbehörde im Fachbereich Planen, Hochbau, Umwelt setzten das Vorhaben in vier Durchgängen um. Begonnen wurde mit Schildern für bedeutende Offenburgerinnen, da es hierfür zeitlich begrenzte Landesmittel und einen Zuschuss der Offenburger Kulturstiftung gab. Weitere Schilder folgten. Mit sieben bedeutenden Offenburgern ist das Projekt nun vorläufig abgeschlossen.

Marie Geck
Marie Geck
Marie Geck

Marie Geck, geb. Mohsmann, verw. Schretzmann
Geboren in Freiburg am 27.6.1865
Verstorben in Offenburg am 13.8.1927
Redakteurin und Armenrätin

Marie  Mohsmann heiratete 1892 in zweiter Ehe Adolf Geck, den damaligen Landesvorsitzenden der badischen Sozialdemokratischen Partei. Fünf Kinder kamen in den folgenden Jahren zur Welt.

Ehem. Wohnhaus der Familie Geck in der Zähringerstraße 13.

Zwischen 1899 und 1933 veröffentlichte Marie Geck im Wochenblatt "D'r alt Offeburger" regelmäßig Artikel. Als Delegierte setzte sie sich auf zahlreichen Landesparteitagen der SPD für das Frauenwahlrecht ein. Sie bekam als eine der ersten Frauen einen Sitz in der Städtischen Armenkommission Offenburgs und war 1923 als erste Frau Mitglied des Bezirksbeirats.

Gretel Hass-Gerber

Gretel Haas-Gerber, geb. Gerber
Geboren in Offenburg am 2.8.1903

Verstorben in Offenburg am 20.1.1998
Malerin

Gretel Gerber studierte in den 1920er Jahren an der Badischen Landeskunstschule in Karlsruhe und an der Akademie der Bildenden Künste in München. Ihre Bilder zeigen nicht die "Goldenen 20er Jahre", sondern deren Leidtragende: Kinder, Arme, Kranke, Alte. Nach ersten Erfolgen unterbrach Ablehnung seitens der Nationalsozialisten ihre Karriere. Die Geburt von fünf Kindern und der Krieg verhinderten bis in die 1950er Jahre einen Neuanfang.
1969 begann sie ein zweites Studium an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf. Seit 1985 lebte und arbeitete Gretel Haas-Gerber wieder in Offenburg.

Ehem. Wohnhaus von Gretel Haas-Gerber
in der Zähringerstraße 2.

1997 wurde  sie mit dem "Maria-Ensle-Preis" der Kunststiftung Baden-Württemberg geehrt.

Dr. Emmy Joachim
Dr. Emmy Joachim
Dr. Emmy Joachim

Dr. Emmy Joachim, geb. Osswald

Geboren in Mühlhausen/Elsass am 28.5.1901

Verstorben in Offenburg am 8.7.1998

Promovierte Volkswirtin

Emmy Osswald begann Mitte der 1920er Jahre ihr Studium der Volkswirtschaft an der Universität Heidelberg und promovierte 1931.

Nach ihrer Heirat und Jahren der Berufstätigkeit zog sie, gemeinsam mit ihrem Mann, dem späteren Landrat Dr. Eduard Joachim, nach Offenburg. Hier wurde Dr. Emmy Joachim Gründungsmitglied und langjährige Vorsitzende (1963 - 1976) des Deutschen Frauenrings. In dieser Funktion engagierte sie sich maßgeblich für die politische  und staatsbürgerliche Bildung von Frauen.

Dr. Elisabeth Menne
Dr. Elisabeth Menne
Dr. Elisabeth Menne

Dr. Elisabeth Menne
Geboren in Malmedy am 5.7.1905

Verstorben in Offenburg am 17.4.1996

Ärztin und Künstlerin

Elisabeth Menne studierte Medizin an der Univerität in Erlangen und war dort die einzige weibliche Studierende in allen klinischen Semestern! Ende 1933 eröffnete sie eine Allgemeinarztpraxis in Offenburg. Ihre zweite Praxis richtete sie 1940 im Kloster Unserer Lieben Frau ein, wo sie bis 1975 praktizierte.

Während des Dritten Reichs behandelte Dr. Elisabeth Menne zahlreiche jüdische Patienten zu Hause. In den Nachkriegsjahren arbeitete sie in der "Waggonia", einem sozialen Brennpunkt am Kinzigdamm. Im Alter widmete sich Elisabeth Menne der Kunst. Die Verleihung der Bürgermedaille lehnte sie ab.

Paula Stebel
Paula Stebel
Paula Stebel

Paula Stebel (Rosalie Paula)

Geboren in Offenburg am 17.4.1885

Verstorben in Tübingen am 26.3.1932

Pianistin

Paula Stebel promovierte 1903 am Großherzoglichen Konservatorium in Karlsruhe im Fach Klavier summa cum laude. Wenig später wurde sie als Lehrerin der Meisterklasse an das Konservatorium in Frankfurt berufen. Zahlreiche Konzertreisen führten sie ins In- und Ausland, wo sie als "zweite Klara Schumann" bejubelt wurde. Im Ersten Weltkrieg arbeitete Paula Stebel als Rot-Kreuz-Krankenschwester in Frankfurt, nach dem Krieg in Dortmund als Operationsschwester.

Erst nach sechs Jahren Pause begann sie 1920 vereinzelt wieder Konzerte zu geben. Ihre letzten Jahre verbrachte sie in Tübingen.

Pater Ildefons Haas
Haus Bumüller, Geburtshaus von Pater Ildefons Haas, Hauptstraße 98
Haus Bumüller, Geburtshaus von Pater Ildefons Haas, Hauptstraße 98

Pater Ildefons Haas,
Taufname Johann Georg Haas

Geboren in diesem Haus (Hauptstraße 98) am 23.4.1735

Verstorben im Kloster Ettenheimmünster am  30.5.1791
Barock-Komponist

Der Sohn angesehener Bürger erhielt schon als Kind Violinunterricht durch den Hofkapellmeister des Markgrafen von Baden. Nach Abschluss des Offenburger Gymnasiums trat er 1750 in das Benediktinerkloster Ettenheimmünster ein.
Haas komponierte orchestrierte Kirchenmusik, Messen, Vespern, Offertorien und geistliche Arien, aber auch Singspiele. Ein Teil seiner Werke ging infolge der Säkularisierung des Klosters und seiner Zerstörung im 19. Jahrhundert verloren. Seine großen Chorwerke "Offertoria" aus dem Jahre 1766 wurden in einer musikwissenschaftlichen Ausgabe im Jahr 2006 neu editiert.

Friedrich August Haselwander
Friedrich August Haselwander
Friedrich August Haselwander

Friedrich August Haselwander
Geboren in Offenburg am 18.10.1859

Verstorben in Offenburg am 14.3.1932

Erfinder

Nach dem Studium der Elektrotechnik machte sich Haselwander in Offenburg als Ingenieur selbstständig. Seine Wohnung und Werkstatt befanden sich in diesem Haus (Ritterstraße 2).

 

Haselwanders wichtigste Erfindungen sind der 1887 entwickelte Drehstromgenerator und der Rohölmotor aus dem Jahr 1897. Den Prototyp des Drehstromgenerators übergab Haselwander 1925 an das Deutsche Museum in München.
1920 ernannte ihn die Technische Hochschule Karlsruhe, an der er studiert hatte, zum Ehrendoktor.

Georg Monsch
Georg Monsch
Georg Monsch

Georg Monsch
Geboren in Offenburg am 26.8.1847

Verstorben in Offenburg am 23.2.1934
Stadtrat und Landtagsabgeordneter

Monsch engagierte sich auf vielfältige Art und Weise für seine Heimatstadt. Als Gastronom erkannte er die Bedeutung des Tourismus und setzte sich für die Verschönerung Offenburgs ein. Die Parkanlagen entlang der Stadtmauer gehen auf seine Initiative zurück. Der Rosengarten an der Grabenallee trägt seinen Namen.

1883 wurde der Sozialdemokrat in den Stadtrat gewählt. 1883 bis 1930 erfüllte er die Aufgaben des Standesbeamten und von 1909 bis 1913 war er Landtagsabgeordneter. 1928 verlieh ihm die Stadt Offenburg die Ehrenbürgerwürde.

Oskar Muser
Oskar Muser
Oskar Muser

Oskar Muser
Geboren in Freiburg am 28.4.1850
Verstorben in Offenburg am 25.6.1935
Jurist und Landtagsabgeordneter

Muser ließ sich 1878 als Rechtsanwalt in Offenburg nieder.

Von 1878 bis 1916 war er Mitglied im Bürgerausschuss. Von 1889 bis 1897 gehörte er der II. Kammer des Badischen Landtags an und vertrat dort bis 1919 den Wahlbezirk Offenburg-Stadt. Ab 1911 führte er sieben Jahre die Fraktion der Fortschrittlichen Volkspartei an und engagierte sich später für die Deutsche Demokratische Partei. Er verfasste zahlreiche Reden und Schriften. Als Verfechter von liberal-demokratischem Ideengut setzte sich Muser früh für das Frauenstimmrecht ein.

Gustav Rée
Gustav Rée
Gustav Rée

Gustav Rée
Geboren in Offenburg am 16.11.1810
Verstorben in Freiburg am 7.8.1869

Demokrat und Bürgermeister

der Demokrat Rée war von 1845 bis 1849  Bürgermeister von Offenburg. 1847 leitete er die Versammlung der Entschiedenen Freunde der Verfassung im Salmen und nahm ab 1848 als Abgeordneter für den Wahlkreis Offenburg-Gengenbach-Oberkirch an der Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche teil. 1849 stand er in Offenburg an der Spitze des neu gegründeten Volksvereins.
Seine Frau Anna war Gründerin des Frauenvereins. Rée unterstützte die Demokratiebewegung nach seinen Möglichkeiten und musste nach deren Scheitern von seinem Bürgermeisteramt zurücktreten. Sein Engagement bracht ihm eine Anklage wegen Hochverrats ein, von der er 1851 freigesprochen wurde.

Die Parkanlage entlang der Bahnlinie ist nach ihm benannt.

Karl Heinrich Schaible
Karl Heinrich Schaible
Karl Heinrich Schaible

Karl Heinrich Schaible
Geboren in Offenburg am 7.4.1824
Verstorben in Heidelberg am 21.9.1899
Mediziner und Revolutionär

Der erfolgreiche Turner Schailble setzte sich schon als Student für die badische Freiheitsbewegung ein. Bereits 1847 saß er wegen der "Verbreitung aufrührerischer Schriften" in Haft. Schaible war überall dort zu finden, wo die Ereignisse vorangetrieben wurden und flüchtete deshalb immer wieder über den Rhein. 1849 setzte er sich in Offenburg in verantwortlicher Position für die Ziele der Revolution ein. Nach deren Scheitern musste er mit harter Bestrafung rechnen und entzog sich erneut durch Flucht.
Schaible verbrachte 37 Jahre im Exil in Frankreich und schließlich in England, wo er als Mediziner Karriere machte. 1861 erfolgte die Amnestie. 1883 kehrte er nach Baden zurück.

Franz Volk
Franz Volk
Franz Volk

Franz Volk
Geboren in Offenburg am 18.4.1823

Verstorben in Offenburg in der Nacht vom 31.5. auf 1.6.1890

Bürgermeister und Revolutionär

Im März 1848 wurde der Jurastudent Volk aktiver Mitstreiter für die Badische Revolution. Er kommandierte ein Fähnlein der Bürgerwehr, bekleidete mehrere politische Ämter und vertrat 1849 als Abgeordneter den Amtsbezirk Offenburg in der Verfassungsgebenden Versammlung in Karlsruhe. Nach dem Scheitern der Revolution floh Volk nach Frankreich und dann in die Schweiz. In Abwesenheit verurteilt, wurde er 1857 begnadigt, schloss in Heidelberg sein inzwischen begonnenes Medizinstudium ab und ließ sich dann in Offenburg nieder. Von 1875 bis zu seinem Tod 1890 war er Bürgermeister und wurde von den Offenburgern liebevoll "Papa Volk" genannt.

Rathaus
Historisches Rathaus
Historisches Rathaus

Historisches Rathaus, Hauptstraße 90
Das Rathaus wurde 1741 vom Offenburger Baumeister Mathias Fuchs erbaut. An das Hauptgebäude im Stil des Barock schließt sich ein älterer Flügel von 1521 an der Kornstraße an. Das Doppelwappen der Reichsstadt ziert die Front, auf den Giebeln befinden sich die Statuen der Justitia und des sagenhaften Stadtgründers Offo.

Der Platz vor dem Rathaus war stets Zentrum wirtschaftlicher, kultureller und politischer Aktivitäten.
Bei der dritten Offenburger Versammlung im Mai 1849 jubelten den badischen Revolutionären 40.000 Menschen zu.

Ritterhaus
Museum im Ritterhaus
Museum im Ritterhaus

Museum im Ritterhaus, Ritterstraße.
1784 wurde der heutige Ostflügel als Herrschaftshaus für den Reichsschultheiß Franz Georg von Rienecker erbaut. Seinen Namen verdankt das Gebäude der Ortenauer Reichsritterschaft, die 1803-1806 hier ihren Sitz hatte. Nach der badischen Revolution von 1848/49 war es Kaserne für die preußische Besatzungsarmee. Ab 1864 beherbergte es verschiedene Gerichte. In dieser Zeit entstand hinter dem Hof der Neubau für den Schwurgerichtssaal. Seit 1959 befinden sich im Ritterhaus das Archiv und Museum, die 1989 nach umfangreichen Umbauten wieder eröffnet wurden.

Salzhaus
Sazhaus in der Hauptstraße  75-77
Sazhaus in der Hauptstraße  75-77

Salzhaus, Hauptstraße 75-77

Vier Häuser, von denen eines das städtische Waag- und Salzhaus war, wurden 1786 hinter einer gemeinsamen Fassade im Stil des Klassizismus vereint. Für den Bau wurden Steine aus den Ruinen der Pfalz (Wirtshaus) und der Laube (Kaufhaus), die in der Mitte der Hauptstraße gestanden hatten, verwendet. Das St. Andreas-Spital beteiligte sich an den Kosten und nutzte die beiden oberen Stockwerke.

Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts unterlag der Salzhandel einem staatlichen Monopol. Die Grundversorgung der Bevölkerung mit Salz sollte damit gewährleistet werden.

königshof
Königshof
Königshof

Königshof, Hauptstraße 96

Baumeister Dominik Ellmenreich errichtete das barocke Gebäude in der Zeit von 1714-1717 nach den Plänen von Michael Rohrer, dem Erbauer von Schloss Favorite in Rastatt. Das Portal entstand erst 1756-58 nach einem Entwurf von Franz Ignaz Krohmer. Der "Königshof" war das Verwaltungsgebäude der Reichs-Landvogtei Ortenau. Der Landvogt verwaltete sie als königlicher Beamter. Daher hat das Gebäude seinen Namen. Das Wappen der Markgrafen von Baden-Baden, die das Palais in Auftrag gaben, ist über der Balkontür angebracht. Seit 1987 bis zum Umzug in die Prinz-Eugen-Straße im Jahr 2006 war hier die Polizeidirektion, jetzt das Polizeirevier.

St. Andreas-Hospital
St. Andreas-Hospital
St. Andreas-Hospital

St. Andreas-Hospital, Fischmarkt/Spitalstraße

Das St. Andreas Hospital ist ein Flügelbau an dessen Ecke sich die Kapelle befindet. Nach dem Stadtbrand 1689 wurde das Hospital ab 1696 in seiner jetzigen Form neu aufgebaut und 1738 um das Gebäude des Spitalspeichers ergänzt.

Die Gründung des St. Andreas-Hospitals fällt in die Zeit um 1300. Bis ins 17. Jahrhundert widmete sich das Spital ausschließlich der Pflege von Kranken und Alten, danach entwickelte es sich immer mehr zum Pfründnerhaus. Als gemeinnützige Einrichtung war es von Abgaben befreit.

Kloster Unserer lieben Frau
Franziskanerkloster
Franziskanerkloster

Kloster "Unserer lieben Frau"
1280 luden die Offenburger Bürger die Franziskaner ein, sich mit einem Kloster in Offenburg niederzulassen. Von 1660 bis 1822 beherbergte das Kloster das Offenburger Gymnasium. Beim Stadtbrand 1689 wurde das Kloster zum größten Teil zerstört, nur die Marienkapelle hinter dem Kreuzgang blieb unversehrt. Nach dem Wiederaufbau wurde der Komplex immer wieder erweitert.

Seit 1823 befindet sich hier eine Mädchenschule, die bis 2001 von den Augustiner Chorfrauen geführt wurde.

Stadtbrand von 1689: Kapuzinerkloster

 Quelle:  Stadt Offenburg

Altes Kapuzinerkloster, Gymnasiumstraße
Das Kapuzinerkloster wurde 1641-47 erbaut und 1803 säkularisiert. Seit 1822 ist es Sitz des Gymnasiums.

Im Laufe des pfälzischen Erbfolgekrieges 1688-97 kam es zur Belagerung Offenburgs durch die Franzosen. Am 9. September 1689 wurde die Stadt geplündert, in Brand gesetzt und völlig zerstört. Das Kloster wurde von der Brandschatzung verschont und blieb als vollständiges Gebäude erhalten, weil Ludwig der XIV. zum Kapuziner-Orden besonders gute Beziehungen unterhielt.
Revolution von 1848/49: Gefängnis
Das alte Gefängnis
Das alte Gefängnis

Altes Gefängnis, Grabenallee
Der Gefängnisbau entstand in mehreren Abschnitten, der vordere Zellentrakt 1845 als Amtsgefängnis, zwei Jahre später wegen Platzmangels der hintere Teil als Bezirksgerichtsgefängnis.

Nach der Niederschlagung der Badischen Revolution 1849 saßen zahlreiche Demokraten im neuen Gefängnis in Untersuchungshaft. Das Vermögen der Beschuldigten wurde beschlagnahmt, die Verurteilten in andere Gefängnisse verlegt. Die Hauptbelasteten konnten rechtzeitig fliehen. Erst 1855 wurden die letzten 48er begnadigt.

Revolution von 1848/49: Zähringer Hof
Hier stand bis 1972 das Gasthaus "Zähringer Hof"
Hier stand bis 1972 das Gasthaus "Zähringer Hof"

Revolution von 1848/49: Zähringer Hof

Das Gasthaus Zähringer Hof, das seit 1827/28 an dieser Stelle (Grabenallee 22-24) stand, fiel 1972 einem Brand zum Opfer und wurde abgerissen.

Seit den 1840er Jahren war der Zähringer Hof Treffpunkt der Demokraten. Dazu zählten auch die Mitglieder des Turnvereins von 1846, der nebenan sein Turngelände hatte. Die Gesetzesvorschläge, die die Volksversammlung am 13. Mai 1849 auf dem Marktplatz beschloss, waren am Vorabend im Zähringer Hof entworfen worden.

Revolution von 1848/49: Salmen

Revolution von 1848/49: Salmen
Der Salmen ist der 1807 erbaute Saalbau des Gasthauses, das von 1769 bis 1955 an der Lange Straße stand.
Am 12. September 1847 versammelten sich im Salmen-Saal die "Entschiedenen Freunde der Verfassung". Sie verabschiedeten die 13 Forderungen des Volkes in Baden als das erste demokratische Programm Deutschlands.
Von 1875 bis zur Zerstörung 1938 diente der Saal der jüdischen Gemeinde als Synagoge. Heute ist der Salmen Veranstaltungsort und Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung.

Stadtgründung: Schwabhauser Tor
Hier stand bis 1824 das Schwabhauser Tor
Hier stand bis 1824 das Schwabhauser Tor

Stadtgründung: Schwabhauser Tor
Eine Stadtmauer zu errichten war im Mittelalter ein Privileg, das durch das Stadtrecht verliehen wurde. Die Offenburger Stadtmauer wurde um 1240 erbaut. Durch drei von Türmen bekrönte Tore gelangte man in die Stadt.
An dieser Stelle (Lange Straße/Grabenallee) befand sich das Schwabhauser Tor. Es wurde 1824 im Zuge der Stadterweiterung zugunsten einer besseren Verkehrsanbindung abgerissen und die Stadtmauer an mehreren Stellen durchbrochen. Auf den zugeschütteten Gräben entstand ein grüner Gürtel rund um die Innenstadt.

Stadtmauer im Zwingerpark

Stadtgründung: Kinzigtor
An dieser Stelle befand sich das Kinzigtor.
An dieser Stelle befand sich das Kinzigtor.

Stadtgründung: Kinzigtor
An dieser Stelle (Hauptstraße/Grabenallee) befand sich das Kinzigtor.

Römische Besiedlung: Spitzgraben in der Kornstraße
Ausgrabung: Spitzgraben in der Kornstraße
Ausgrabung: Spitzgraben in der Kornstraße

Römische Besiedlung: Spitzgraben in der Kornstraße
Archäologische Funde weisen auf eine römische Besiedlung seit 74 n. Chr. hin. Zu dieser Zeit legten die Römer die Kinzigtalstraße von der Donau nach Straßburg an und errichteten die Kastelle in Zunsweier und Rammersweier.

Durch die Entdeckung eines Spitzgrabens in einer Baugrube der Kornstraße 5 konnte in der Offenburger Innenstadt ein weiteres römisches Lager nachgewiesen werden. Solche V-förmigen Grabenanlagen bildeten zusammen mit einem Holz-Erde-Wall die typische Umwehrung eines römischen Militärlagers.

Römische Besiedlung: Römerstraße innerhalb der Stadtmauer
Stadtmauer an der Wasserstraße
Stadtmauer an der Wasserstraße

Römische Besiedlung: Römerstraße innerhalb der Stadtmauer
Bei Bauarbeiten auf dem Anwesen Wasserstraße 10, innerhalb der mittelalterlichen Stadtmauer, kamen im Jahr 2005 ein Stück der römischen Straße, die von Basel nach Mainz führte, und die Reste eines römischen Holzgebäudes zum Vorschein. Dass der 7,50 Meter breite Straßenkörper fast 2000 Jahre in trockenem Zustand überdauerte, spricht für die römische Ingenieurskunst. Aus dem Fund ergibt sich der Straßenverlauf der Römerstraße von der Johannisbrücke her durch die Kittelgasse und dann weiter über die Okenstraße/B3 nach Mainz.

Bau der Galgenfeldsiedlung
Galgenfeldsiedlung - Reihenhäuser mit Gärten
Galgenfeldsiedlung - Reihenhäuser mit Gärten

Bau der Galgenfeldsiedlung, Oststadt
Um 1900 herrschte in Offenburg große Wohnungsnot. Die Bevölkerung hatte sich in 20 Jahren, bedingt durch die Industriealisierung und durch die Expansion der Bahn, fast verdoppelt. 1913 wurde deshalb die gemeinnützige Baugenossenschaft gegründet, die 1919 mit dem Bau der ersten Häuser begann.

Ausgehend von der Gartenstadtbewegung entstand die Galgenfeldsiedlung mit zweigeschossigen Reihenhäusern, Gärten zur Selbstversorgung und Gemeinschaftsflächen. Wichtig war die Mitbestimmung der Bewohner und lebenslanges Mietrecht. Heute gehören zur Siedlung fast 390 Wohneinheiten.

Massaker an Zwangsarbeitern

Massaker an Zwangsarbeitern
Unter dem nationalsozialisti-schen Regime waren in Offenburg ab 1942 tausende zwangsverpflichtete Männer und Frauen aus ganz Europa bei der Bahn, der Industrie, in der Landwirtschaft und in privaten Haushalten eingesetzt. Sie lebten unter unmenschlichen Bedingungen in mehreren Lagern. In der Artilleriekaserne in der Prinz-Eugen-Straße erschlugen am 12. April 1945 Mitglieder der SS 41 Häftlinge aus dem Konzentrationslager Flossenbürg, die zum Arbeitseinsatz nach Offenburg verlegt worden waren, auf brutalste Weise. Ein Mahnmal auf dem Waldbachfriedhof erinnert an das Massaker.

Industriealisierung: Spinn- und Weberei
Spinnerei und Weberei Offenburg
Spinnerei und Weberei Offenburg

Industriealisierung: Spinn- und Weberei, Vorstadt
Der Bau der Eisenbahn begünstigte seit 1850 die Ansiedlung von Industriebetrieben in Offenburg. Die 1857 gegründete Spinnerei und Weberei zählt zu den ersten Fabriken.

Die wichtigsten Elemente des Gebäudekomplexes der Spinn- und Weberei sind erhalten. Neben den eigentlichen Fabrikhallen mit Werkstätten und eigenem Wasserkraft-Elektrizitätswerk sind dies die Fabrikantenvilla mit Park von 1904 und die Werkswohnungen, die 1896 entstanden. Ein Teil dieser Wohnungen diente um 1900 als streng reglementiertes Wohnheim für Gastarbeiterinnen aus Italien.

Burgerhof
Der ehem. "Burgerhof"
Der ehem. "Burgerhof"

Burgerhof, Hauptstraße 102
Der Name Burgerhof kommt vermutlich daher, dass sich im Innenhof des Gebäudes ein Versammlungsplatz für die Bürger der mittelalterlichen Reichsstadt Offenburg befand. Das Wappen von 1771 weist das Gebäude als städtische Einrichtung aus. Der Komplex diente seit dem 16. Jahrhundert als städtisches Lager. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts waren hier unter anderem die Geräte der Offenburger Feuerwehr untergebracht.

Der Garten des Burgerhofs - inzwischen überbaut - war seit 1898 über die "Kopf-Treppe" vom Zwingerpark her direkt erreichbar.

Anna-von-Heimburg-Haus
Anna-von-Heimburg-Haus
Anna-von-Heimburg-Haus

Anna-von-Heimburg-Haus, Kornstraße 3
Seit 1969 trägt das Haus den Namen der Offenburger Bürgerin Anna von Heimburg. Sie vermachte den Großteil ihres Vermögens der Stadt, unter der Bedingung, die Erträge einer Stiftung der Krankenpflege in Offenburg zuzuwenden. Die Stiftungsgelder flossen dem Städtischen Altersheim zu, das sich seit 1925 und bis 1996 in diesem Gebäude befand. Nach dem Umbau zog 1998 das Seniorenbüro in das Anna-von-Heimburg-Haus ein.

ölberg
Der Ölberg
Der Ölberg

Ölberg, bei der Heilig-Kreuz-Kirche
Die Ölberg-Szene stellt das Gebet Jesu, kurz vor seiner Gefangennahme im Garten Gethsemane da. Im Vordergrund sind die drei Jünger Jacobus, Johannes und Petrus dargestellt. Hinter Ihnen kniet erhöht der betende Jesus, dessen Blick nach oben auf den Engel gerichtet ist. Die Häscher, die den Garten gerade durch das Tor betreten, tragen die Tracht des 16. Jahrhunderts. Der Hintergrund geht vom Relief in Malerei über.

Der Offenburger Ölberg entstand um 1524. Er ist Offenburgs wertvollstes historisches Kunstdenkmal. Die Skulpturen sind Kopien von 1955, die Originale befinden sich im Lapidarium.

Max-Wenk-Treppe
Max-Wenk-Treppe
Max-Wenk-Treppe

Max-Wenk-Treppe, Zwingerpark

Die Treppe trägt den Namen des Offenburger Kaufmanns Max Wenk, dessen Sohn, der Mannheimer Industrielle Adolf Wenk-Wolff, seinem Vater damit ein Denkmal setzte.

Die Treppe ermöglicht seit 1908 den direkten Zugang von der Hl.-Kreuz-Kirche zum 1899 eröffneten Zwingerpark.

Ein Verschhönerungsverein hatte sich für die Umgestaltung der Anlagen außerhalb der Stadtmauer in einen Park mit Schwanenteich und Wasserfontäne eingesetzt.

Heilig-Kreuz-Kirche
Hl.-Kreuz-Kirche
Hl.-Kreuz-Kirche

Heilig-Kreuz-Kirche
Die erste Nachricht über die Pfarrei Offenburg stammt aus dem Jahr 1182. 1223 wird erstmals ein Kirchengebäude erwähnt, das zu Beginn des 15. Jahrhunderts erweitert wurde. Von diesem Bauwerk blieben nach dem Stadtbrand von 1689 der Chor mit seinen Maßwerkfenstern, der Josefs-Chor und die Sakristei erhalten. Sie sind Bestandteile der heutigen Kirche. 1700 begann der Bregenzer Architekt Franz Beer mit dem Wiederaufbau der Kirche. Die Kirchweihe fand 1791 statt. Rund um die Kirche befand sich bis 1830 der Friedhof. Einige historische Grabmale rund um die Kirche zeugen davon.

Einhorn-Apotheke
Einhorn-Apotheke
Einhorn-Apotheke

Einhorn-Apotheke, Hauptstraße 82
Der Barockbau mit seinem auffallenden Volutengiebel, den zwei Vasen und ein Einhorn zieren, entstand auf den Resten des 1689 abgebrannten Vorgängerbaus. Der vordere Gebäudeteil stammt von 1720, der hintere Teil von 1772.

Die Einhorn Apotheke ist die älteste Apotheke Offenburgs. Das als Realrecht in das Grundbuch eingetragene Apothekenprivileg geht auf das 16. Jahrhundert zurück. Ihren Namen erhielt sie 1840. Dem Einhorn wird besondere Heilkraft zugeschrieben.

Die Apotheke ist 2006 ins benachbarte Keilbach-Haus umgezogen.

Hirsch-Apotheke
Hirsch-Apotheke
Hirsch-Apotheke

Hirsch-Apotheke, Fischmarkt 3
Das Gebäude entstand im Jahr 1698. Die Fassade, die dem Stil der Spätrenaissance nachempfunden ist, stammt aus dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts. Den Entwurf für die Fassadenbemalung gestaltete der Offenburger Glasmaler Eduard Stritt.
Der Hirsch, der oben auf dem Giebel dargestellt ist und der ein Kreuz zwischen dem Geweih trägt, ist sowohl ein Symbol für Christus als auch für Heilung. Aus Hirschgeweih wurden und werden Heilmittel gewonnen.

Mikwe
Kreuzrippengewölbe im Judenbad
Kreuzrippengewölbe im Judenbad

Mikwe (Judenbad), Glaserstraße
Die Mikwe ist das Ritualbad der jüdischen Gemeinde. Die religiöse Vorschrift besagt, dass zehn Männer, die an einem Ort leben, eine Gemeinde bilden, die eine Synagoge, einen Friedhof und eine Mikwe haben muss.

Man erreicht das Tauchbecken über eine Treppe in 14 Metern Tiefe. Darüber befindet sich ein Gewölbe mit einer Öffnung, durch die Regenwasser eindringen kann. Von unten wurde das Becken mit Grundwasser gespeist. Neuere Forschungen ergaben, dass die Mikwe aus dem 16./17. Jahrhundert stammen soll.

Katholisches Gesellenheim
Katholisches Gesellenheim
Katholisches Gesellenheim
Katholisches Gesellenheim
Das Gebäude diente, seit es 1720 als Patrizierhaus erbaut wurde, vielen Zwecken. 1866 beherbergte es eine Hutfabrik und ab 1899 das Gasthaus "Anker". 1926 richtete der Kolpingverein darin ein katholisches Gesellenheim ein, das bis 1939 bestand. Sein Wappen ziert noch heute den Seiteneingang. 1911 zog die Chemische Landesuntersuchungsanstalt und danach 1990 das Landgericht ein. 1998 wurde das Haus in Eigentumswohnungen umgewandelt. Eine Gedenktafel zu Ehren der in Südwestafrika stationierten Offenburger Soldaten aus der Zeit des Kaiserreichs ziert die Front.
Beck'sches Haus

Beck'sches Haus, Ecke Hauptstraße/Metzgerstraße
Benannt ist das Haus nach dem Metzgermeister Josef Beck, der das Haus 1876 kaufte. Erbaut wurde das spätbarocke Bürgerhaus von der Kaufmannsfamilie Hölzlin. Die Inschrift über dem früheren Haupteingang in der Metzgerstraße nennt 1760 als Baujahr.

Markant ist das sehr hohe und steile Dach. Auf der Giebelseite befinden sich im Interesse der Symmetrie Blendfenster. Das erste Obergeschoss besitzt auf den Schauseiten einen schmalen Balkon. Eine Maria Immaculata aus Sandstein ziert die Hausecke.

Bürgerhaus des 18. Jh.: Hauptstraße 78
Bürgerhaus 18. Jahrhundert
Bürgerhaus 18. Jahrhundert

Bürgerhaus 18. Jahrhundert, Hauptstraße 78
Das Ladengeschäft im Erdgeschoss des 1745 erbauten dreigeschossigen Bürgerhauses war im 19. Jahrhundert Sitz des Großherzoglichen Postamts. Ab 1864 befand sich darin das Weinhaus Geiger mit Gesellschafts- und Theatersaal. Später beherbergte es verschiedene Händler. In einer der darüberliegenden Wohnungen erblickte 1859 der Erfinder Friedrich August Haselwander das Licht der Welt.
Bemerkenswert im Inneren des Gebäudes sind die kunstvoll gestaltete Holztreppe auf ovalem Grundriss und die Wandgemälde des Offenburger Malers Emil von Heimburg.

Fachwerkhaus des 17. Jh.: Gymnasiumstraße 1
Fachwerkhaus 17. Jahrhundert
Fachwerkhaus 17. Jahrhundert

Fachwerkhaus 17. Jahrhundert, Gerberstraße/Ecke Gymnasiumstraße
Das Haus ist eines der ersten größeren Fachwerkgebäude, das bereits sieben Jahre nach dem großen Stadtbrand (1689) im Jahr 1696 erbaut wurde. Der Balkenkeller im südlichen Bereich zeigt, dass über dem alten Grundriss ein größeres Haus errichtet wurde. Es handelt sich um ein sogenanntes Ackerbürgerhaus. Eine ursprüngliche Bebauung des Grundstücks mit Stallungen und einer Werkstatt ist anzunehmen.

Ungewöhnlich sind die großen Holzziffern, die im Giebelfachwerk mit Mannfiguren das Erbauungsdatum angeben.

Hotel Sonne
Hotel Sonne
Hotel Sonne

Hotel Sonne, Hauptstraße 92-94
Das jetzige Erscheinungsbild der "Sonne" entstand in der Zeit des Biedermeier. 1859 wurde das rechte Nachbarhaus dazugekauft, die Hofeinfahrt überbaut und das Dach symmetrisch ausgeführt. Urkundlich belegt ist das Gasthaus schon seit dem 14. Jahrhundert. Beim Stadtbrand 1689 wurde es zerstört, aber bald danach wieder aufgebaut. An Markttagen war das Gasthaus, dessen Wirte bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts Landwirtschaft betrieben, Anlaufstelle für Bauern und Händler, die in den Stallungen ihr Vieh unterstellten. 1969 wichen die Ökonomiegebäude dem neuen Gästehaus.

Amtshaus 18. Jh.: Kornstraße 1
Amtshaus 18. Jahrhundert
Amtshaus 18. Jahrhundert

Amtshaus 18. Jahrhundert, Kornstraße 1
Erbaut wurde das Gebäude 1720 als Schaffneihof der Abtei Gengenbach. Hier wurden die Klostergüter rund um Offenburg verwaltet und die Abgaben entrichtet. Hinter dem Amtshaus befanden sich mehrere Ökonomiegebäude. Vorgängerbauten sind durch Urkunden bereits um 1560/65 an diesem Standort belegt.

Nach der Säkularisierung der Abtei gingen deren Besitzungen 1803 an das Haus Baden. Von 1809 bis 1929 befand sich hier die Badische Domänenverwaltung. Bis 2000 nutzten verschiedene staatliche und städtische Ämter die Räume.

Stadtmauer
Monsch-Anlage an der Grabenallee
Monsch-Anlage an der Grabenallee

Stadtmauer, rings um die Altstadt
Die erhaltenen Reste der Offenburger Stadtbefestigung haben ein Länge von 1430 Metern und umschließen den mittelalterlichen Stadtkern. Der Bau des einfachen Mauerrings mit vorgelagertem Graben war im 12. Jahrhundert begonnen worden und kam 1248 zum Abschluss. Im 14. Jahrhundert wurde die Stadtbefestigung weiter ausgebaut.


Die Türme und Wehranlagen wurden 1689 bei der Belagerung der Stadt durch die Franzosen zerstört, die drei Stadttore blieben bis ins 19. Jahrhundert erhalten und fielen dann den Bedürfnissen des zunehmenden Straßenverkehrs zum Opfer.

 

äußere Stadtmauer
Äußere Stadtmauer an der Grabenallee/Bürgerpark
Äußere Stadtmauer an der Grabenallee/Bürgerpark

Äußere Stadtmauer, Grabenallee zum Bürgerpark
Vermutlich im 14. Jahrhundert fand ein Ausbau der bestehenden Offenburger Befestigungsanlage statt. Vor den Graben der inneren Stadtmauer, die heute noch zum Großteil erhalten ist, wurde eine weitere Mauer gesetzt. Ihr war wiederum ein Graben vorgelagert.

Von dieser äußeren Mauer ist heute kaum noch etwas zu sehen.  Lediglich hier am Rand der Grabenallee ist sie als Stützmauer erkennbar.