Konversionsfläche Südoststadt

Die frühere „Ihlenfeldkaserne", später durch die französischen Streitkräfte als „Quartier Montalegre" bezeichnet, konnte nach dem Abzug der französischen Streitkräfte durch die Stadt Offenburg erworben werden.


Bereits zu einem frühen Zeitpunkt fiel die Entscheidung, die denkmalgeschützten Kasernengebäude im Norden zu einem „Kulturforum" umzunutzen. Bereits 1993 führte die Stadt Offenburg hierzu einen Realisierungswettbewerb durch, den das Offenburger Architekturbüro Gerhard A. Lehmann + Partner für sich entscheiden konnte.


Für das gesamte Kasernengelände führte die Stadt Offenburg im Jahr 1994 einen städtebaulichen Ideenwettbewerb durch. Erster Preisträger war das Planungsbüro Schwarz-Jacobi aus Stuttgart.


Der zentrale Exerzierplatz der Kaserne, der heutige „Platz der Verfassungsfreunde", wurde von 1996 bis 1999 als Grünanlage neu gestaltet. Dort steht heute auch die Skulptur Male-Female von Jonathan Borowsky.


Die denkmalgeschützten Kasernengebäude aus dem 19. Jahrhundert konnten erhalten werden und auf der Grundlage des Bebauungsplans „Südoststadt 1" neuen Nutzungen zugeführt werden. Dort befinden sich heute die Stadtbibliothek, die Musikschule, die Volkshochschule, der Veranstaltungsraum „Reithalle" und weitere kulturelle Einrichtungen, aber auch Wohnungen und Büroräume.


Die Fahrzeughallen im Südteil des Kasernengeländes wurden abgebrochen. Für das dort geplante Wohngebiet beschloss der Gemeinderat im Jahr 2000 den Bebauungsplan „Südoststadt 2". Eine Änderung des Plans im Jahr 2003 sah weniger Geschosswohnungsbau und mehr individuellen Wohnungsbau vor. Hier ist inzwischen das neue Wohngebiet „Südoststadt" entstanden. Die neu entstandenen Baugrundstücke konnten inzwischen nahezu vollständig an neue Nutzer verkauft werden.

 

 

 
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