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Leinenweberei Clauss

 Quelle:  Stadt Offenburg
In den Ratsprotokollen der Stadt Offenburg sind sie oft erwähnt, die Leinenweber, die aus Flachs (Lein) Stoffe am Webstuhl herstellten. Viele von Ihnen wurden während der industriellen Revolution, die eine Mechanisierung des Webens bewirkte, arbeitslos. Einige fanden eine schwere 12-Stunden-Arbeit in den neuen Fabriken.

1865 übernahm Walter Clauss die Baumwollweberei des Altbürgermeisters Landolin Löffler am Kronenbach. Der amerikanische Bürgerkrieg (1861-1865) blockierte jedoch die Baumwolleinfuhr. Deshalb stellt Clauss die Produktion auf Leinen um. Hier an der Badstraße (sie heißt seit 1824 so nach einem Badhaus, das sich im Besitz Löfflers befand) entstand im Lauf der Jahre eine der großen Leinenwebereien und Bleichereien des Landes.

Bis 1877 wurde nur Bett- und Leibwäsche hergestellt, danach auch Jacquardmuster (Gebildgewebe) auf Hand- und Tischtüchern. Später bestellten Hotels aus ganz Europa ihre Wäsche mit Namenszug in Offenburg.

Die Stillegung des Betriebs erfolgte 1970. Der Abriss 1979 machte Platz für das Landratsamt, der Kronenbach wurde zugeschüttet.