Mit dem Fahrrad in den Urlaub

Rad-Touren:

Was kann ich mir zutrauen?

Wichtig ist natürlich die richtige Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit. Das gilt, wie bei vielen Sportarten, auch für das Radfahren. Ganz egal, ob es sich um einen Sonntagsausflug handelt oder die sportliche Rennradtour. 10 bis 20 Kilometer schafft in der Regel jeder gesunde Erwachsene, ohne zu ermüden oder sich unmäßig zu verausgaben.

Mit dem Fahrrad auf Tour

Es ist ein Unterschied, ob Sie zu einem Ausflug am Nachmittag oder einer mehrwöchigen Urlaubsreise starten wollen. Ein kurzer Ausflug lässt sich auch spontan einmal unternehmen. Eine Urlaubsreise bedarf dagegen einer wesentlich umfangreicheren Planung.

Ob Fahrradurlaub oder Wochenendtour - diese Tipps sollten Sie in jedem Fall beherzigen:

  • Überprüfen Sie Ihr Fahrrad. Starten Sie nur mit einem technisch einwandfreien, verkehrstüchtigen Fahrrad. Achten Sie besonders auf gut funktionierende Bremsen und die Beleuchtung.

Die Tagestour

Ein Wochenendausflug mit dem Fahrrad kann zu einem herrlichen Erlebnis werden. Es braucht dazu gar nicht viel Vorbereitung:

  • Besorgen Sie sich gute Karten des Gebiets, in dem Sie radeln wollen. Auch wenn Sie eine Strecke gut kennen, kann eine Karte gute Dienste leisten, etwa dann, wenn Sie kurzentschlossen einmal davon abweichen wollen. Besonders gut geeignet sind die ADFC-Regionalkarten, die für viele Gebiete Deutschlands im Maßstab 1:75000 (Bielefelder Verlagsanstalt, BVA) erhältlich sind. Darin sind fahrradfreundliche Strecken besonders hervorgehoben und viele attraktive Tourenvorschläge enthalten. Wenn's weiter weg gehen soll, empfiehlt sich die ADFC-Radtourenkarte im Maßstab 1:150000 (ebenfalls BVA). Alle Karten sind im Buchhandel erhältlich.
  • Es macht viel Spaß, einfach mal aufs Geradewohl loszuradeln. Trotzdem sollten Sie sich die Strecke wenigstens im Groben vorher überlegen, wenn Sie keine gute Ortskenntnis haben und unliebsame Überraschungen vermeiden wollen.
  • Achten Sie darauf, bereits bei der Streckenauswahl verkehrsreiche Straßen auszuschließen.

Der Fahrradurlaub

 

Es gibt viele Möglichkeiten, Urlaub per Rad zu machen - so mancher hat auf zwei Rädern schon die Welt umrundet. Aber es geht natürlich auch anders:

  • Ein festes Quartier bietet viele Vorteile: Von einem Standort aus lässt sich ein relativ großes, aber begrenztes Gebiet erkunden. Das ist besonders geeignet für Familien und Radlerinnen und Radler, die nicht ständig mit dem ganzen Gepäck unterwegs sein wollen. Sehr gut geeignet für diese Art von Fahrradferien sind z. B. ein - Urlaub auf dem Bauernhof und Übernachtung in Jugendherbergen.
  • Viele Reiseveranstalter bieten Touren mit separatem Gepäcktransport an. Man radelt eine ausgearbeitete Strecke ab und findet abends sein Gepäck und eine reserviertes Hotelzimmer vor.
  • Bei anderen Veranstaltern radelt man in einer geführten Gruppe und braucht sich um gar nichts mehr zu kümmern, nicht einmal um das Fahrrad, das vom Veranstalter gestellt wird.

Urlaub individuell ist das andere Extrem: ganz auf sich gestellt, mit dem gesamten Gepäck am Fahrrad und selbst ausgewählter Route. Man ist unabhängig und kann seine Strecke beliebig abändern. Auch ein solcher Urlaub macht große Freude, wenn man einige Dinge beherzigt:

  • Ist das Gepäck gut verstaut? Bewährt haben sich Fahrradpacktaschen, die seitlich am hinteren Gepäckträger und vorne in Achsenhöhe an den - Low-Ridern - sicher eingehängt werden. Gute Qualität hat allerdings auch hier ihren Preis.
  • Nehmen Sie nur das Allernötigste mit: Sparen Sie an jedem Gramm und überlegen Sie, ob Sie ein Gepäckstück wirklich brauchen.
  • Besonders bei der Ausstattung für mehrtägige Touren und den Fahrradurlaub ist die Wasserdichtigkeit der Fahrradtaschen wichtig. Notfalls kann man das Gepäck zusätzlich in Plastikbeutel verpacken.
  • Kleines Gepäck, etwa Verpflegung, Kamera und Regensachen, lässt sich auch in einer Lenkertasche gut verstauen. Gute Lenkertaschen haben ein großes, wasserdichtes Kartenfach obendrauf.
  • Wenn Sie ins Ausland reisen wollen: Informieren Sie sich über die Verkehrsregeln und gesellschaftlichen Gebräuche Ihres Gastlandes.
  • Für Radurlaube geeignete Karten fremder Länder sind oft nur schwer zu bekommen. Fragen Sie bei den Kulturinstitutionen und Fremdenverkehrsbüros nach, die viele Staaten in Deutschland unterhalten.

 

 
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