Touristinfo

Obere Mühle

 Quelle:  Stadt Offenburg
Unmittelbar vor den Toren der Stadt lagen über Jahrhunderte die beiden Ortenauer Getreidemühlen. Sie waren Eigentum der Landvogtei und wurden als Erblehen verpachtet. Die Einwohner der Reichsstadt waren verpflichtet, ihr Getreide hier mahlen zu lassen. Auch mussten sie das Bauholz für die Mühlen aus den städtischen Wäldern kostenlos liefern.

"Die Obere Mühl liegt gleich oberhalb am Kinzigtor, hart am Stadtzwinger, hat ein Haus und Hof wie auch ein Kuchengärtle hinterm Haus, gegen die Brucken ausgespitzt. Liegt einseits neben dem Zwinger, anderseits am Mühlbach. Hat vier Mahlgänge und einen Gerbgang. Die Stadt Offenburg hat nichts darinnen zu gebieten noch zu verbieten". (1727)

Um 1860 erbaute Louis Hildebrand ein neues, großes Mühlengebäude und ersetzte die Wasserräder durch Turbinen. Sein Nachfolger Rudolf Zibold richtete darin eine moderne, pneumatisch-automatische Müllerei ein.

1969 erwarb die Stadt das Gelände und ließ das Gebäude 1974 abreißen. Viele Jugendliche trauerten um die Kunstmühle, die inzwischen Jugendzentrum geworden war.