Schulsozialarbeit

Schulsozialarbeit ist die ganzheitliche, lebensweltbezogene und lebenslagenorientierte Förderung für Schüler im Zusammenwirken mit der Schule. Durch Förderung der individuellen und sozialen Entwicklung der Schüler/innen und durch die Zusammenarbeit mit Schule und Eltern sowie den Institutionen und Initiativen im Gemeinwesen werden Konfliktpotentiale abgebaut und Möglichkeiten für eine wirksamere Sozialisations- und Bildungsarbeit in der Schule aufgebaut.

 

Als präventives Angebot leistet sie ihren spezifischen Beitrag zur Gestaltung der Schule als Lebensraum und zunehmend wichtiger werdenden Sozialisationsort von Kindern und Jugendlichen. Sie unterstützt die Schule bei ihrer Öffnung und Integration ins Gemeinwesen. Außerdem kümmert sie sich schwerpunktmäßig um die in ihrer persönlichen Entwicklung gefährdeten, sozial ausgegrenzten oder benachteiligten Schülerinnen und Schüler.

 

Die Schulsozialarbeiter/innen in Offenburg sind über städtische Einrichtungen, wie die Stadtteil- und Familienzentren und freie Träger (Buntes Haus, Lernen Fördern e.V.) in die Schulen eingebunden. Im Schuljahr 2017/2018 arbeiten 16 Schulsozialarbeiter/innen an 12 Stamm-Schulen (2 Grundschulen, 3 Grund- und Werkrealschulen, 1 Werkrealschule, 2 Realschulen, 3 Gymnasien und eine Förderschule). Hinzu kommen fünf Grundschulen, die durch Zuordnung von Stellenanteilen auf die Kompetenzen von Schulsozialarbeit zurückgreifen können. Damit erreichen sie etwa 5.700 Schüler/innen.

 

Übersicht Standorte und Ansprechpartner Schulsozialarbeit

 

Einrichtung

 

Partner-Stammschulen

Ansprechpartner/in

Ganztagsbetreuungsteam Nord

 

Werkrealschule Nord

Lorenz-Oken-Grundschule

 

Stefan Berndt

SFZ am Mühlbach

Astrid-Lindgren-Schule

Theodor-Heuss-Realschule 

 

Simone Heisch

SFZ Albersbösch

 

Eichendorff-Schule

Philip Reichlin

Buntes Haus

Erich-Kästner-Realschule

Anne-Frank-Grundschule 

 

Philipp Basler

SFZ Oststadt

Georg-Monsch-Schule

 

N.N.

SFZ Uffhofen

Eichendorff-Schule, Außenstelle Uffhofen

 

Jörg Lässker

Lernen Fördern e.V.

Waldbachschule

 

Ekkehard Huber

Sachgebiet sozialpädagogische Angebote an Schulen

Schiller-Gymnasium

Oken-Gymnasium

Grimmelshausen-Gymnasium

Stefan Berndt

  

Schule und Schulsozialarbeit haben das gemeinsame Bildungsziel, junge Menschen in ihrer Entwicklung zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu unterstützen. Beide haben den Auftrag Kompetenzen zu vermitteln und vorhandene Ressourcen zu nutzen, um das gesellschaftliche Leben mitgestalten und die Herausforderungen ihres gegenwärtigen und zukünftigen Alltags bewältigen zu können. Schulsozialarbeiter/innen bringen ihren fachlichen Blickwinkel und die hieraus resultierenden Zielsetzungen, Vorgehensweisen und Kompetenzen in die Schule ein. Damit ist Schulsozialarbeit eine zusätzliche pädagogische Ressource für die Institution Schule und ein Leistungsangebot der Jugendhilfe an der Schule.

  

Schulsozialarbeit trägt dazu bei, Bildungsbenachteiligungen zu vermeiden und abzubauen und berät und unterstützt Eltern, Erziehungsberechtigte und Lehrer/innen bei der Erziehung und Fragen des Kinder- und Jugendschutzes. Insbesondere aus den Paragraphen 1, 3, 11 und 81 des SGB VIII lassen sich folgende Grundsätze für Schulsozialarbeit ableiten:

  

  • eine grundsätzlich präventive Ausrichtung

  • eine sozialpädagogische Dienstleistungsorientierung

  • eine Vielfalt an Inhalten, Methoden und Arbeitsformen

  • eine Zusammenarbeit und Abstimmung der Träger über die Angebote

  • eine Freiwilligkeit der Adressaten bei der Inanspruchnahme von Leistungen

  • ein Wunsch- und Wahlrecht der Leistungsberechtigten

  • eine Beteiligung der Kinder und Jugendlichen an allen sie betreffenden Entscheidungen

  • der Schutz der Privatgeheimnisse und Sozialdaten der beschriebenen Ziel-gruppen der Schulsozialarbeit

  • der Vorrang des Elternrechtes

  • ein Schutzauftrag der Jugendhilfe und des Staates bei Kindeswohlgefährdung

  • der Anspruch eines offensiven Handelns

Die Schulsozialarbeit in Offenburg basiert auf den zuvor genannten Grundsätzen, den Förderrichtlinien des Landes und des Ortenaukreises und auf dem bewährten Offenburger Konzept.  

Die aus den Zielen abgeleiteten Erwartungen an die Schulsozialarbeiter/innen sind:

  • Tägliche Präsenz  in der Schule, um den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen und sich niedrigschwellig Hilfe in Problemsituationen zu holen.
  • Kenntnis über die Strukturen der Schulen und der Jugendhilfe-Landschaft in Offenburg und Vernetzung der für die Problembearbeitung an der Schule notwendigen Dienste, Einrichtungen und Personen.
  • dass sie das Recht junger Menschen auf Förderung ihrer Entwicklung und Erziehung unterstützen und dazu beitragen, die Eigenverantwortung der Schüler/innenfördern und stärken.
  • Kenntnis über den Entwicklungsstand der Schüler/innen und die Förderung und Unterstützung von Selbständigkeit und Eigeninitiative,  Mitverantwortung und Mitbestimmung der Kinder und Jugendlichen.
  • dass sie über ein umfangreiches Methodenrepertoire verfügen, welches es ihnen ermöglicht diese Ziele umzusetzen.
  • Erarbeiten und Umsetzen von Projekten an der Schule zum Erwerb sozialer Handlungskompetenzen und von sog. Schlüsselqualifikationen.
  • dass sie durch ihr Handeln an der Schule dazu beitragen, soziale Benachteiligungen abzubauen.
  • Mitgestaltung des den Lern- und Lebensortes Schule.
  • dass sie besonders Kinder und Jugendliche mit sozialen Benachteiligungen oder individuellen Beeinträchtigungen in den Blick nehmen.
  • Angebot von bedarfsgerechten Hilfen für Schüler/-innen, ihre Familien, Lehrer/innen sowie für pädagogisches Personal an der Schule.

 

 
Ansprechpartner