Stadtrundfahrt durch Geschichte und Gegenwart II

 Quelle:  Stadt Offenburg

Vom Kirchplatz Hl. Kreuz nach rechts der Pfarrstraße bis zur Hauptstraße folgen * An der Hauptstraße kurz nach links und dann nach rechs über die Küfergasse bis zur Lange Straße radeln * Lange Straße nach rechts bis zum Kaufhaus Karstadt und hier nach links über die Schuttergasse fahren * Schulbrücke und Wilhelmstraße überqueren und über die Friedenstraße zum Kirchplatz Dreifaltigkeitskirche radeln.

Standort: Kirchplatz Hl. Kreuz

An der Pfarrkirche Hl. Kreuz wird die über Jahrhunderte enge Beziehung zwischen der Reichsstadt Offenburg und Straßburg als Bischofssitz deutlich. Besitzstreitigkeiten mit Kaiser Friedrich II. verbrieften dem Straßburger Bischof im 13. Jahrhundert sein Patronat über diese wichtige Offenburger Kirche und damit das Recht zur Besetzung der Pfarrei und der Verwertung ihrer Pfründe, welches das Bistum bis zur Säkularisation Anfang des 19. Jahrhunderts behielt. Die Pfarrei war Mittelpunkt der Seelsorge in und um Offenburg. Die Kirche in ihrer heutigen Form wurde nach der Zerstörung der Stadt im Laufe des 18. Jahrhunderts nach Plänen des Vorarlberger Baumeisters Franz Beer teilweise aus den Trümmern wieder erbaut. Der über 70 m hohe Kirchturm zählt zu den schönsten Barocktürmen der Ortenau. Die Ölberg-Plastik von 1524 gegenüber dem Hauptportal inmitten des ehemaligen Friedhofs ist eines der ältesten und bedeutendsten Kunstdenkmäler der Stadt.

3,5 km

Vom Kirchplatz der Dreifaltigkeitskirche weiter der Friedenstraße folgen * Moltkestraße überqueren * Geradeaus der Straße "Am Feuerbach" folgen * Nach rechts durch die Grimmelshausenstraße bis zur Fessenbacher Straße radeln * Diese überqueren und geradeaus auf dem Radweg nach "Käfersberg" fahren * Bis zur "Badischen Weinstraße" in Ortenberg-Käfersberg leicht bergan radeln * Hier nach rechts den Bühlweg bis zur Bühlwegkapelle weiterfahren.

Standort: Kirchplatz Dreifaltigkeitskirche

Der Kirchplatz ist Mittelpunkt der Oststadt. Hier ist das Offenburg der Gründerjahre. Die Entwicklung Offenburgs zu einem Verkehrsknotenpunkt der Bahn sorgte während des Kaiserreichs für eine aufblühende Stadtentwicklung. Der Blick auf den Stadtplan erinnert daran, dass der Stadtteil nach dem Kosten-Nutzen-Prinzip als Rechteck auf dem Reißbrett entstand. Reste der historischen Fassaden, einst Statussymbole ihrer Besitzer, haben sich erhalten. Die Häuser waren als Wohnquartiere Ausdruck der sozialen Durchmischung des Viertels: Im Erdgeschoss vereinzelt Handwerksbetriebe und Handwerkerhöfe, darüber kleine Arbeiterwohnungen. In der zweiten Etage, der Beletage, residierte das aufstrebende Besitztum in hohen Räumen mit Stuckdecke und Balkon. Eine interessante Hausgruppe hat sich zwischen Turnhalle- und Friedenstraße erhalten. Mitte der achtziger Jahre wurde der öffentliche Bereich dieses Stadtteils attraktiv umgestaltet, um für die Bewohner mehr Wohn- und Lebensqualität zu erreichen.

6,5 km

Vor der Bühlwegkapelle nach links in die Steingrube abbiegen und zum Weingut Schloss Ortenberg leicht bergan radeln.

Standort: Bühlwegkapelle

Die Bühlwegkapelle wurde im 15. Jahrhundert im Zuge der aufblühenden Marienwallfahrten auf dem Käfersberg erbaut und war über die Jahrhunderte abwechselnd eingenständige Pfarrkirche oder Offenburger Filialkirche. Mehr als nur einen flüchtigen Blick ist ihre kunsthistorisch bedeutende Freskenmalerei aus dem 16. Jahrhundert wert.

7,0 km