Stadtrundfahrt durch Geschichte und Gegenwart III

 Quelle:  Stadt Offenburg

Vom Weingut Schloss Ortenberg führt die Tour weiter auf dem 1. Badischen Weinlehrpfad (Symbol: rote Traube) * 100 m hinter den letzten Häusern geht der Weg nach rechts ab * Am alten Steinbruch muss der linke Weg bergan gewählt werden * Von hier führt die "rote Traube" problemlos durch die Rebhänge und ein weiteres Wäldchen (linker Weg!) zum Schloss Ortenberg.

 

Standort: Weingut Schloss Ortenberg

Die renommierten Weingüter Schloss Ortenberg des Ortenaukreises und St. Andreas der Stadt Offenburg sind 1997 eine "Ehe" eingegangen und haben damit einen zukunftsweisenden Schritt vollzogen. Der fusionierte Betrieb firmiert als "Weingut Schloss Ortenberg" mit Sitz in Ortenberg, "Am St. Andreas". Er verbindet das über 600 Jahre alte Gut des "St.-Andreas-Hospital-Fond" mit den großartigen Lagen des Weingutes Schloss Ortenberg. Mit 45 ha Ertragsrebfläche hat sich damit eines der größten Weingüter Süddeutschlands gebildet. Zwei Drittel der Anbaufläche verteilen sich auf Riesling (Klingelberger) und die Burgundersorten (Spät-, Grau-, Weißburgunder). Auf einem Drittel werden Gewürztraminer, Scheurebe, Müller-Thurgau, Muskateller und Chardonnay angebaut.

9,5 km

Vom Ortenberger Schloss die Straße (Burgweg) hinunter nach Ortenberg bis zur Hauptstraße fahren * Vorfahrtsstraße überqueren und nach wenigen Metern nach halbrechts dem Kochgässle RW "Offenburg" in die Feldmark folgen * An der Wegeinmündung bei "Abbruch Schille" nach links fahren * Bahnübergang überqueren und auf dem Weg geradeaus bis zum Gasthaus "Bleiche" fahren * Mühlbach überqueren und den Weg nach rechts bis zur Fachhochschule radeln * Hinter der Lokomotive den Südring unterqueren und nach links über die Kurt-Schumacher-Brücke fahren * Jenseits der Kinzig nach rechts dem Kinzigdamm bis zur Kinzigbrücke am Burda-Hochhaus folgen.

 

Standort: Schloss Ortenberg

Bis zu seiner Zerstörung 1678 war das alte Schloss Ortenberg, der Stein von Ortenberg genannt, Sitz der Ortenauer Landvögte, die Landvogtei Ortenau eine Grafschaft. Zu diesem Verwaltungsbezirk, der im 13. Jahrhundert entstand und über 500 Jahre existierte, gehörten 30 Gemeinden im Offenburger Raum und im Vorderen Kinzigtal, denen allerdings die räumliche Geschlossenheit fehlte. Sie umfasste nur einen Teil des heutigen Ortenaukreises. Da sich die Freien Reichsstädte weitgehend dem Einfluss dieser Grafschaften entziehen konnten, waren die Konflikte zwischen den Offenburger Stadtvätern und dem in unmittelbarer Nachbarschaft residierenden Landvogt an der Tagesordnung, wie die Stadtgeschichte zeigt. Der heutige Schlossbau wurde im 19. Jahrhundert ohne Anlehnung an seinen Vorgängerbau im Sinne des Historismus errichtet und beherbergt seit den fünfziger Jahren eine beliebte Jugendherberge.

15 km

Am Burda-Hochhaus nach rechts die Kinzigbrücke überqueren und durch die Hauptstraße über den Stadtbuckel zum Rathaus zurückkehren.

 

Standort: Kinzigbrücke

Das Burda-Hochhaus kann als Symbol für einen ganz anderen Teil der Stadtgeschichte gelten: das Offenburg der Gegenwart als wirtschaftliches Oberzentrum Mittelbadens. Eine breite Palette führender Unternehmen des herstellenden und des Dienstleistungs-Gewerbes haben die Stadt zu einem bedeutenden Wirtschaftsstandort gemacht. Die Kinzigbrücke verbindet die Kernstadt mit den Wohn- und Industriegebieten westlich des Flusses. Das 1964 erbaute Burda-Hochhaus, eines der Wahrzeichen Offenburgs im Stadtbild, weist auf eine andere Rolle der Stadt hin: Offenburg als wichtige Adresse unter den deutschen Medienstädten. Die Burda-Verlage haben nicht nur durch ihre Rolle als größte Arbeitgeber das Offenburg der Gegenwart mitgeprägt; durch ihr vielfältiges Engagement hat die Familie Burda auch das Gesicht der Stadt mitgestaltet.