Stadtrundgang III

 Quelle:  Stadt Offenburg

Einhorn-Apotheke (13)
Das Gebäude ist ein langgestreckter Bau mit einem mächtigen, mehrfach abgeteilten Volutengiebel. Der Barockbau entstand in zwei Bauabschnitten auf den gotischen Grundmauern des 1689 abgebrannten Hauses: der vordere Gebäudeteil aus dem Jahr 1720 und das hintere Drittel von 1772. 1984 wurde das Haus innen und außen grundlegend renoviert.

 

Beck'sches Haus (14)
Ein spätbarockes Haus mit hohem Spitzgiebel aus dem Jahr 1760. 1908 erfuhr das Gebäude eine sorgfältige Renovierung mit Ladeneinbau. Zusammen mit dem in der gleichen Häuserzeile stehenden Haus Battiany ist das Beck'sche Haus das bedeutendste Bürgerhaus in Offenburg. 1984 erfolgte nochmals eine grundlegende Innen- und Außenrenovierung.

 

Haus Jenewein (15)
Ein dreigeschossiger Fachwerkbau aus dem 19. Jahrhundert. Das Haus beherbergte bis 1896 das weit über die Offenburger Grenzen hinaus bekannte Hotel "Fortuna". Bis Anfang der 1970er Jahre befand sich im Haus "Fortuna" die Eisenhandlung Jenewein. 1977 wurde das Haus renoviert.

 

Haus Battiany (16)
Ein dreigeschossiges Bürgerpalais mit Sgraffitoarbeiten unter den Fenstern. Das Haus entstand 1793 im Auftrag des Kaufmanns Anton Billet. 1840 erwarb Joseph Anton Battiany das Anwesen.

 

Neptunbrunnen (17)
In einer mit gotischem Astwerk verzierten Achteckschale steht in der Mitte der Brunnenstock, auf dessen Säule sich die Figur des Wassergottes Neptun erhebt. Die brüchig gewordene alte Brunnenfigur aus dem Jahr 1783 steht im Ritterhausmuseum. Die jetzige Statue ist eine Nachbildung.

 

Kriegerdenkmal (18)
Erstellt 1893 zu Ehren der Gefallenen im deutsch-französischen Krieg 1870/71.

 

Rathaus (19)
Barockbau aus dem Jahr 1741. Über dem Balkon sind unter einem flachen Giebel das Wappen der Stadt und der österreichische Doppeladler angebracht.

 

Hotel "Sonne" (20)
Die "Sonne" soll seit 1350 bestehen. Nach der Zerstörung 1689 wurde sie bald wieder aufgebaut und ist damit das älteste, noch bestehende Hotel in Offenburg. Das heutige Aussehen des Gebäudes entstand nach 1830.

 

Königshof (21)
Der frühere "Königshof" (Verwaltungsgebäude der Landvogtei Ortenau) wurde 1714 bis 1717 vom Vorarlberger Baumeister Dominik Elmenreich nach den Plänen von Michael Ludwig Rohrer aus Baden-Baden, dem Erbauer von Schloss Favorite in Rastatt, entworfen.

 

Ursula-Säule (22)
Vom Offenburger Ehrenbürger Senator Dr. Franz Burda gestiftet und 1961 vom Bildhauer Emil Sutor (1888 - 1974) geschaffen. St. Ursula ist die Schutzpatronin der Stadt. Die Legende berichtet, daß sie im Juli 1638 auf der Stadtmauer erschienen sei, um einen Angriff der Truppen des Herzogs Bernhard von Weimar abzuwehren.

 

Villa Billet (24)
Vor 1800 erbaut, bildete es damals mit seinem angelegten Garten im Osten und dem englischen Park im Norden ein prächtiges Anwesen vor den Toren der Stadt. Heute ist es im neu gestalteten Bürgerpark Teil des Stadtteil- und Familienzentrums Innenstadt und wird vom Standesamt für Trauungen genutzt.

Außer den sehenswerten Baudenkmälern stehen im Innenstadtbereich/Zwingerpark/Bürgerpark und in der Oststadt (Kulturforum) mehrere Kunstwerke bedeutender Künstler:

 

"Dionysos" (23)
(Bronzeskulptur des griechischen Weingottes am Eingang zum Zwingerpark an der Hauptstraße). Diese Plastik wurde vom italienischen Maler und Bildhauer Sandro Chia geschaffen. Eine zweite Chia-Skulptur - der römische Weingott "Bacchus" - steht im Ortsteil Fessenbach. Beide Plastiken wurden 1984 vom Offenburger Ehrenbürger Senator Dr. Franz Burda der Stadt gestiftet.

1979 wurde die Plastik


"Auffliegender Reiher" (9)
enthüllt. Dieses Kunstwerk wurde vom Bildhauer Fritz Melis geschaffen und von Dr. Franz Burda der Stadt gestiftet. Die Skulptur steht im Zwingerpark.

1984 wurde die Großplastik


"Tod aus Liebe" (25)
des Moskauer Künstlers Vadim Sidur im Bürgerpark aufgestellt. Der bekannte russische Künstler hat der Stadt den Entwurf zum Geschenk gemacht.

Außerhalb des Stadtplanausschnitts:

"Freiheit - Männlich/Weiblich"

Die 20 m hohe Aluminiumskulptur des amerikanischen Künstlers Jonathan Borofsky steht auf dem Platz der Verfassungsfreunde im Kulturforum in Offenburg und erinnert an die wichtige Rolle der Stadt innerhalb der deutschen Demokratiebewegung. Die Skulptur wurde von der Offenburger Ehrenbürgerin Aenne Burda gestiftet und zählt zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Skulptur "Montana II"

auf Granitsockel des Künstlers Bernhard Heiliger vor dem "Andy Warhol Building" (Modeverlag) im Burda Medienpark am Kestendamm. Die Bronzeskulptur wurde 1969 aufgestellt.