Transport von Kindern

Mit Kind und Kegel

 

Radeln mit Kindern macht große Freude. Ob im Kindersitz, im Anhänger oder auf dem eigenen Rad - eine Fahrradtour mit Kindern ist für klein und groß immer ein Erlebnis. Kinder sind mit großem Eifer dabei, ihre eigene Leistungsfähigkeit zu überschätzen. Deshalb:

  • Fahren Sie nur mit ausgeruhten Kindern los - wenn die Kleinen einmal müde sind, macht das Radeln weder ihnen noch den Eltern Spaß!
  • Besonders im Kindersitz oder im Kinderanhänger wird es Kindern leicht langweilig. Sie möchten sich bewegen und brauchen deshalb Zeit zum Spielen und zum Toben - je kleiner sie sind, um so mehr. Aber auch mit selbstradelnden Kinder sind häufige Pausen nötig.
  • Nehmen Sie auch Spielsachen mit (Ball, Frisbee-Scheibe, Schmusetier, Puppe etc.)
  • Achten Sie auf den richtigen Wetterschutz, also ausreichend warme Kleidung, Regenkleider, Sonnenhut, Sonnenschutzcreme usw.
  • Besonders an Getränken und Wegzehrung darf es niemals fehlen: Auch wenn Sie vorhaben sollten, unterwegs einzukehren - Kinder haben immer gerade dann Hunger und Durst, wenn kein Gasthaus in der Nähe ist.

Immer wieder kommt es zu bösen und sehr schmerzhaften Verletzungen, wenn ein Kind mit den Füßen in die Speichen gerät. Setzen Sie es deshalb niemals einfach auf den Gepäckträger, sondern benutzen Sie einen Kindersitz mit der Möglichkeit, die Füße Ihres Kindes zu fixieren.

Wenn der Nachwuchs im Kindersitz befördert wird

Verschiedene Befestigungsarten von Kindersitzen

Das Angebot an Kindersitzen ist in den letzten Jahren enorm gewachsen. Kindersitze gibt es in vielen Variationen. Ob Sie ein Modell wählen, das über dem hinteren Gepäckträger montiert wird oder ein Sitz, in dem das Kind zwischen Lenker und Fahrer bzw. Fahrerin sitzt, ist Geschmackssache. Nicht zu empfehlen ist die Anbringung eines Kindersitzes vor dem Lenker. Auf jeden Fall sollten Sie nur einen Kindersitz kaufen, der das GS-Zeichen (geprüfte Sicherheit) des TÜV trägt. Sitze, die auf die Größe des Kindes einstellbar sind, können länger benutzt werden. Noch ein Tipp: Nehmen Sie das Fahrrad und das Kind zum Kauf mit!

 

Das verlangt der Gesetzgeber:

  • Mindestalter des Fahrers bzw. der Fahrerin 16 Jahre.
  • Höchstalter des Kindes 6 Jahre.
  • Gewicht des Kindes bei Sitzmontage vorne maximal 15 kg.
  • Gewicht des Kindes bei Sitzmontage über dem Hinterrad maximal 22 kg.
  • Die Verkehrssicherheit des Fahrrades darf nicht beeinträchtigt werden.

Damit eine Rad-Tour zum Vergnügen wird, gilt es aber noch mehr zu berücksichtigen:

  • Im Kindersitz werden die Kleinen besonders schnell müde. Obwohl sich Kinder im Kindersitz nicht viel bewegen, streng sie die Fahrt an. Man sollte sie deshalb schlafen lassen, bevor man losradelt. Lassen Sie Ausflüge nicht zu lange werden.
  • Im Kindersitz bewegen sich Kinder kaum, sind aber doch dem Fahrtwind ausgesetzt und frieren leicht. Schützen können Sie sie zum einen durch die richtige Kleidung, zum anderen - wenn der Kindersitz vorne am Rad montiert ist - durch Windschilde.
  • Sie werden das vielleicht schon kennen: Schnuller gehen leicht verloren. Befestigen Sie den Schnuller deshalb am Kindersitz oder der Bekleidung des Kindes.
  • Kinder sollten im Kindersitz immer einen leichten Sturzhelm tragen.

Kindermitnahme im Fahrradanhänger

Wenn die Kinder in einem Fahrradanhänger mitgenommen werden, lassen sich auch lange Touren, ja sogar mehrwöchige Fahrradferien mit der ganzen Familie durchführen. Allerdings brauchen Mama und Papa schon eine gute Kondition, wenn Sie zwei Kinder über längere Strecken ziehen wollen. Dafür können Kinder im Anhänger schlafen und in gewissem Umfang auch spielen. Im Anhänger haben Kinder zwar mehr Bewegungsfreiheit als im Kindersitz, frieren aber trotzdem leicht.
Zusätzlich zu warmer Kleidung kann man im Anhänger immer eine Wolldecke mitnehmen. Die lässt sich sehr gut für ein Picknick gebrauchen.Vor wenigen Jahren noch eine Kuriosität, können Sie heute aus einem breiten Angebot an Anhängern wählen. In der Regel haben zwei Kinder in einem Anhänger Platz. Das Gewicht beider Kinder zusammen darf je nach Anhängermodell 40 kg bis 70 kg betragen. Für seriöse Modelle müssen Sie mit Anschaffungskosten zwischen 300 Euro und 600 Euro rechnen. Das ist zwar viel Geld - Kinderanhänger haben aber einen hohen Wiederverkaufswert. Und einige Modelle lassen sich auch problemlos zu Lastenanhängern umbauen.

 

Gesetzliche Regelungen für Kinderanhänger gibt es noch nicht. Nach einer Information des Bundesverkehrsministeriums dürfen Kinder in einem Fahrradanhänger mitgenommen werden, wenn dieser technisch einwandfrei und für die Kindermitnahme eingerichtet ist. Auch einen Kinderanhänger sollten Sie nur kaufen, wenn er das GS-Zeichen trägt.

 

Gute Anhänger erkennen Sie an diesen Details:

  • Die Konstruktion ist robust, aber leicht.
  • Sicherheitsgurte sind selbstverständlich.
  • Der Anhänger ist nicht breiter als 80 cm bis maximal 1 m.
  • Die Laufräder sind für Kinderhände vom Wagen aus nicht erreichbar oder gegen Kinderhände geschützt.
  • Ein Überrollbügel bringt zusätzliche Sicherheit.
  • Zur Sicherheit sollten Kinder auch im Anhänger einen guten Helm tragen.
  • Eine Signalfarbe sowie Reflektoren und Speichenrückstrahler machen den Anhänger gut sichtbar.

Da das Rücklicht des Zugfahrrades durch den Anhänger verdeckt wird, müssen Sie für eine Beleuchtung des Anhängers (z.B. Akku-gespeistes Rücklicht) sorgen.

Natürlich muss auch das ziehende Fahrrad geeignet sein: Es muss eine gute Bremsanlage aufweisen und sollte mit einer angepassten, berggängigen Schaltung ausgestattet sein.

 

 
Ansprechpartner