Wirtschaftsstandort Offenburg

 

Nachfolgende Zahlen, Daten und Fakten dokumentieren eindrucksvoll die Leistungsstärke des attraktiven Wirtschaftsstandortes Offenburg und seine Funktion als Arbeitsplatzzentrum und wirtschaftlicher Impulsgeber unserer Region:

 

  • Als größte Stadt des Ortenaukreises und Oberzentrum des mittelbadischen Wirtschafts-raumes mit 420.000 Einwohnern nimmt Offenburg heute eine exponierte Stellung am regionalen Arbeitsmarkt ein.

 

  • Bei einer Einwohnerzahl von knapp 60.000 bieten die insgesamt nahezu 2.000 Betriebe und Arbeitsstätten und 50.000 Menschen Beschäftigung.

 

  • Die Arbeitsplatzausstattung liegt mit etwas mehr als 700 sozialversicherungspflichtig (SV) Beschäftigten je 1.000 Einwohnern weit über dem Landesdurchschnitt in Baden-Württemberg (417).

 

  • Täglich kommen über 30.000 Berufseinpendler zur Arbeit nach Offenburg, darunter mehr als 27.000 SV-Beschäftigte.

 

  • Die Arbeitslosenquote liegt in Offenburg mit aktuell (April 2018) 3,4 % über dem Durchschnitt im Ortenaukreis (2,9 %), aber unter dem Landesdurchschnitt in Baden-Württemberg (3,2 %).

 

Beeindruckend ist insbesondere die Dynamik, mit der sich der Wirtschaftsstandort Offenburg in den vergangenen Jahren entwickelt hat:

 

  • Seit 2009 sind knapp 6.000, seit 1999 sogar nahezu 8.750 zusätzliche Arbeitsplätze in unserer Stadt entstanden!

 

  • Die Zahl der SV-Beschäftigten ist seit 2009 um knapp 17 %, seit 1999 sogar um nahezu 27,4 % auf heute  40.740 gestiegen. (Stand 30.6.2017)

 

  • Getragen wurde diese Entwicklung vor allem vom Dienstleistungssektor, der sich seit 1999 mit einem Beschäftigtenzuwachs von über 50% auch im landesweiten Vergleich (+ 44,6% in Baden-Württemberg) überaus dynamisch entwickelt hat und in dem mittlerweile über 4/5 aller Beschäftigten unserer Stadt tätig sind. Dabei vermag sich Offenburg in wachsendem Maße als bevorzugter Standort für hochrangige und spezialisierte Dienstleistungen zu qualifizieren.

 

  • Aber nicht nur der Dienstleistungs- und Medienbereich tragen entscheidend zur Wirtschaftskraft unserer Stadt bei. Industrie und warenproduzierendes Gewerbe sind mit rund 8.600 Beschäftigten nach wie vor wichtige Pfeiler unserer Wirtschaftsstruktur. Mit einem Gesamtumsatz von über 1,5 Milliarden Euro steuert das Verarbeitende Gewerbe in Offenburg mehr als 12 % zu den Industrieumsätzen in der Ortenau bei.

 

 

Zu dieser überaus positiven Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Offenburg haben im vergangenen Jahrzehnt sicherlich die überaus günstigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die rasche konjunkturelle Erholung nach der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 ebenso wie der breit gefächerte Branchenmix und die ausgeprägt mittelständische Wirtschaftsstruktur des Standorts Offenburg wesentlich beigetragen.

Eine wichtige Rolle in diesem Zusammenhang spielt das breite Firmenspektrum in Offenburg. Es reicht vom traditionellen Familienunternehmen bis hin zum technologieintensiven Start-Up-Unternehmen, vom in der Region verwurzelten, innovativen Handwerksunternehmen bis hin zum namhaften Global Player.

 

Der Investitions- und Risikobereitschaft dieser vorwiegend mittelständischen Unternehmer, die viele Millionen Euro in die Sicherung und den Ausbau ihrer Standorte in Offenburg investiert und damit Arbeitsplätze gesichert bzw. neue Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen haben, ist die insgesamt betrachtet dynamische Wirtschaftsentwicklung im vergangenen Jahrzehnt in erster Linie zu verdanken. Diese rege Investitionstätigkeit ist Ausdruck eines unternehmerfreundlichen Wirtschaftsklimas vor Ort, signalisiert gleichzeitig aber auch das hohe Vertrauen unserer Unternehmen in die besonderen Standortqualitäten Offenburgs. Ein Indikator hierfür ist die gute Nachfrage nach Gewerbeflächen: Im Zeitraum 2000 – 2017 wurden insgesamt über 115 Hektar Gewerbeflächen für Betriebsansiedlungen, Betriebserweiterungen und Verlagerungen veräußert, davon mehr als 36 Hektar städtische Grundstücke. Die dort angesiedelten Unternehmen haben in diesem Zeitraum mehr als 1.400 neue Arbeitsplätze geschaffen und rund 5.000 bestehende Beschäftigungsmöglichkeiten gesichert.   

 

Die Bereitstellung freier Gewerbeflächen für die Ansiedlung, Verlagerung und Erweiterung von Betrieben gehört vor diesem Hintergrund zu den Hauptinstrumenten einer aktiven Standortvorsorge in Offenburg und stellt eine der zentralen Rahmenbedingungen zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen durch die heimische Wirtschaft dar. Insgesamt weist der Flächennutzungsplan der Stadt Offenburg über 400 Hektar gewerbliche Bauflächen aus. Derzeit stehen nur noch wenige vollständig erschlossene und sofort bebaubare städtische Gewerbegrundstücke für Betriebsansiedlungen zur Verfügung. Wichtige Gewerbeflächenreserven stellen darüber hinaus die aktuellen Konversionsprojekte des Bundes (ehemalige Kaserne "Am Holderstock") sowie der Bahn (ehemaliger Güterbahnhof) dar.

 

Angesichts einer sich bereits vor einem Jahrzehnt abzeichnenden sukzessiven Verknappung städtischer Gewerbeflächenressourcen wurde frühzeitig der interkommunale Gewerbepark hoch³ im Süden des Offenburger Stadtgebiets projektiert, um auch künftig den Anforderungen einer zukunftsorientierten Standort- und Gewerbeflächenvorsorge im Raum Offenburg gerecht werden zu können. Bis Ende 2017 wurden über 28 Hektar und damit mehr als 85 % der insgesamt baureif erschlossenen 32,8 Hektar Gesamtfläche im ersten Bauabschnitt des Gewerbeparks hoch³ vermarktet. Aktuell stehen noch rund 4,4 Hektar Gewerbeflächen für weitere Betriebsansiedlungen zur Verfügung, die bereits vollständig als Optionsflächen bzw. verbindliche Reservierungen für weitere Betriebsverlagerungen und Erweiterungen vorgemerkt sind. Vor diesem Hintergrund hat der Zweckverband 2013 die Entwicklung eines zweiten Bauabschnitts im Teilgebiet Schutterwald beschlossen. Nach erfolgtem Grunderwerb wurde Anfang 2015 die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen, der im Mai 2016 in Kraft getreten ist. Nach Durchführung aktuell laufender Erschließungsmaßnahmen können damit in naher Zukunft knapp 9 Hektar zusätzlicher Gewerbeflächen für weitere Betriebsansiedlungen und –verlagerungen im Gewerbepark hoch³ zur Verfügung gestellt werden, von denen allerdings zwischenzeitlich bereits über drei Hektar vermarktet werden konnten und Erwerbsinteresse seitens ansiedlungsinteressierter Unternehmen für weitere Flächen signalisiert wurde.